Seltener Gast aus der Arktis besucht Dänemark

31. Dezember 2006, 11:00
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Einzelne Elfenbeinmöwe auf Lolland gesichtet - Hunderte Vogelbeobachter pilgern zu dem Exemplar der gefährdeten Tierart

Kopenhagen - Eine kleine schneeweiße Möwe aus der Hocharktis entzückt die dänischen Vogelbeobachter, die zu Hunderten auf die Insel Lolland pilgern. Dort, nördlich der deutschen Ostseeinsel Fehmarn, wurde eine extrem selten in Mitteleuropa auftauchende Elfenbeinmöwe (Pagophila eburnea) entdeckt. Wie der Lehrer Jens Ryge am Freitag im dänischen Fernsehsender TV2 berichtete, ist es seit 1983 erst das fünfte Mal, dass diese Möwenart in Dänemark gesehen wurde.

Die etwa 40 Zentimeter große Elfenbeinmöwe brütet rund um die Arktis mit Schwerpunkt im russischen Sektor. Der nächste Brutplatz liegt auf den äußersten Nordost-Inseln von Spitzbergen.

Auf der Roten Liste

Mit nur rund 14.000 Brutpaaren zählt die Elfenbeinbeinmöwe zu den gefährdeten Tierarten auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN. Es wird befürchtet, dass die das ganze Jahr über vorwiegend im Bereich des Packeises lebende Art auch unter der vom Klimawandel ausgelösten Eisschmelze im Polargebiet leidet. (APA/dpa)

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    Von der Elfenbeinmöwe (Pagophila eburnea) existieren nur mehr rund 14.000 Brutpaare.

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