Hollywood möchte Harry-Potter-Roman amerikanisieren

13. Juli 2000, 13:15

Autorin Rowlings will sich aber gegen Ansiedlung der Geschichte in den USA wehren

New York - Bei der Verfilmung des ersten Harry-Potter-Romans möchte die Produktionsfirma Warner Bros. die Handlung weitgehend amerikanisieren. Die Wünsche reichten sogar so weit, möglichst die gesamte Geschichte in den USA statt in Großbritannien anzusiedeln, berichtete am Mittwoch der US-Fernsehsender. Warner Bros. wollte sich zu dem Bericht nicht äußern. Den Angaben des Fernsehsenders zufolge gehen die GeldgeberInnen der Produktionsfirma davon aus, dass sich auf dem großen amerikanischen Kino- und Video-Markt ein Potter-Film mit amerikanischem Hintergrund besser verkaufen würde.

Die Schöpferin Harry Potters, die britische Schriftstellerin J.K. Rowlings, hatte sich bereits zuvor gegen die Amerikanisierung ihres Stoffes verwahrt. US-Rundfunksendern sagte sie am Dienstag, sie werde nicht zulassen, dass es im Drehbuch solche Abweichungen vom Roman gebe. Auch die Suche nach einem jungen Engländer als Hauptdarsteller für die Verfilmung von "Harry Potter und der Stein der Weisen" gehe weiter. NBC berichtete hingegen, die britische Casting-Direktorin Susie Figgis sei durch einen amerikanischen Talentesucher ersetzt worden. Figgis habe sich unter 300 britischen Kandidaten, die aus rund 40 000 Bewerbern zu Gesprächen eingeladen worden waren, für niemanden entscheiden können. Warner Bros. will den ersten Harry- Potter-Film im November 2001 in die Kinos bringen. (APA)

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