"Erfolgsstory mobiles Internet"

14. Februar 2007, 12:57
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T-Mobile-Chef Georg Pölzl im Interview über Kauf und Integration von Telering sowie die gute Annahme von mobilem Internet 2006

Kauf und Integration von Telering sowie die gute Annahme von mobilem Internet waren für T-Mobile-Chef Georg Pölzl die Meilensteine im heurigen Jahr. Über seine Ziele für das Jahr 2007 sprach er mit Helmut Spudich.

Standard: Warum war das vergangene Jahr für Sie erfolgreich?

Pölzl: Erstens konnten wir nach der Übernahme von Telering mit der Integration in die T-Mobile Austria beginnen. Das konnten wir bisher organisatorisch und technisch sehr gut umsetzen. Die Kunden von Telering können jetzt im österreichischen T-Mobile-Netz roamen, das war nicht ganz einfach.

Und zweitens läuft unser mobiles Internet extrem gut und wir sind hier führend in der Anschaltung. HSDPA (die Technologie im UMTS-Netz für Breitband-Datenfunk, Anm.) wurde von Österreich begonnen, wir sind hier Vorreiter und finden Nachahmer für mobiles Internet in ganz Europa.

Standard: Welchen Anteil daran hatte die Globalisierung?

Pölzl: Das technische Know-how von T-Mobile Austria kommt aus der internationalen Zusammenarbeit. Und hinter dem Kauf der Telering steht natürlich die Finanzkraft der Deutschen Telekom, der T-Mobile-Austria Mutter. Wenn Sie mich fragen, welchen Anteil die Globalisierung in Prozenten ausgedrückt hat, würde ich sagen: 50 Prozent.

Standard: Welchen Anteil an Ihrem Erfolg hatte die bisherige Regierung?

Pölzl: Das ist überschaubar, kaum etwas. Es gibt kaum ein wichtiges Thema in unserem Bereich. Ich sehe nicht, was die Regierung für uns getan hätte.

Standard: Was lief im vergangenen Jahr für Sie nicht so gut?

Pölzl: In Summe ist der Preiskampf im Markt eine sehr unerfreuliche Entwicklung. Er ist positiv für die Kunden. Aber Österreich begibt sich mit diesem Preisniveau auf ein Niveau, wo hohe Investitionen in neue Technologien nicht mehr von allen geleistet werden können. In Zukunft besteht dadurch die Gefahr, dass wir nicht mehr Vorreiter sein werden.

Standard: Was sind ihre Erwartungen für das Jahr 2007?

Pölzl: Davon erwarte ich mir eigentlich, dass die Erfolgsstory mobiles Internet weitergeht und in der Mobilfunkbranche der stärkste Trend wird. Es wird auch die Substitution, der Ersatz des Festnetzes durch das Mobilfunknetz weitergehen. Mobilfunk hat in Österreich derzeit einen Anteil an allen gesprochenen Minuten von 65 Prozent, ich erwarte dass dieser Anteil auf 75 Prozent steigt.(DER STANDARD, Printausgabe vom 29.12.2006)

  • Anteil der Globalisierung am heimischen Erfolg? "50 Prozent" schätzt T-Mobile-Chef Georg Pölzl, vor allem technisches Know-how und das Geld der Deutschen Telekom zum Telering-Kauf.
    foto: t-mobile austria

    Anteil der Globalisierung am heimischen Erfolg? "50 Prozent" schätzt T-Mobile-Chef Georg Pölzl, vor allem technisches Know-how und das Geld der Deutschen Telekom zum Telering-Kauf.

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