Mitarbeiter verklagen früheren Arbeitgeber Siemens

15. Jänner 2007, 11:51
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Die Pleite des Handyherstellers BenQ Mobile, von der auch die Österreich-Tochter betroffen ist, hat ein juristisches Nachspiel

München - Die Pleite des Handyherstellers BenQ Mobile, von dera uch die Österreich-Tochter betroffen ist, hat ein juristisches Nachspiel. Zehn Beschäftigte hätten mit Unterstützung der IG Metall Klagen beim Arbeitsgericht München gegen ihren ehemaligen Arbeitgeber Siemens eingereicht, teilte die Gewerkschaft am Donnerstag in München mit. Weitere Klagen sollen im Jänner folgen.

Es gehe um die gerichtliche Feststellung, dass das Arbeitsverhältnis bei Siemens fortbesteht, weil die Mitarbeiter im vergangenen Jahr nicht richtig über den Übergang ihres Arbeitsverhältnis informiert worden seien.

Der Vorwurf

Den Mitarbeitern sei verschwiegen worden, dass die BenQ Deutschland eine GmbH faktisch ohne Eigenkapital sei und schon daher gar nicht in der Lage war, die Versprechungen zu Standort- und Beschäftigungssicherung zu erfüllen. Siemens hatte seine ehemalige Handy-Sparte im vergangenen Jahr an den taiwanesischen Elektrokonzern BenQ abgegeben.

Die deutsche BenQ Mobile musste Ende September Insolvenzantrag stellen, nachdem ihr die taiwanesische Mutter kein Geld mehr geben wollte. Zwei Drittel der 3.000 Beschäftigten verloren dadurch ihre Jobs. Die restlichen Mitarbeiter hoffen noch immer auf eine Rettung in letzter Minute. Wenn der Insolvenzverwalter Martin Prager bis Sonntag (31. Dezember) keinen Investor für BenQ Mobile findet, will er den Betrieb schließen. (APA/dpa)

  • Ein Flugblatt des Handy-Herstellers BenQ Mobile wurde am 28.12.200 in einem Koksofen vor dem Solidaritätszelt von Siemens/BenQ in Kamp-Lintfort verbrannt.

    Ein Flugblatt des Handy-Herstellers BenQ Mobile wurde am 28.12.200 in einem Koksofen vor dem Solidaritätszelt von Siemens/BenQ in Kamp-Lintfort verbrannt.

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