Neujahr am 1. Jänner ist relativ jung

7. Jänner 2007, 18:41
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Bis ins 17. Jahrhundert wurde Jahresbeginn manchmal am 25. Dezember, manchmal am 6. Jänner gefeiert

Hamburg - Der Tag, an dem sich vor allem die christliche Welt vom alten Jahr verabschiedet, wurde nach Papst Silvester I. benannt. Er amtierte von 314-335 und starb am 31. Dezember 335 in Rom. Sein Name wurde 813 in den Kirchenkalender aufgenommen. Feierlicher erster Tag des Jahres ist der 1. Jänner erst seit 1691 - nach einer Entscheidung von Papst Innozenz XII. Davor wurde der Jahresbeginn zeitweise am 25. Dezember, zeitweise erst am Dreikönigstag, dem 6. Jänner, gefeiert.

Knallen gegen das Böse

Wie mit fast allen Festtagen, verbinden sich auch mit Silvester Bräuche, Sitten und Aberglaube. In der Nacht zum Jahreswechsel geht es schon seit Urzeiten um die Abwehr von bösen Geistern. Geknalle, lärmende Umzüge und Peitschenknallen sollten diese fern halten. Heutzutage wird dieser Brauch auf der ganzen Welt durch Feuerwerke ersetzt. Zu den beliebtesten Bräuchen gehört das Bleigießen, mit dem ein Blick in die Zukunft gewagt wird.

Wer Nachbarn oder Freunden einen "Guten Rutsch" wünscht, benutzt damit eine Redewendung, die ihren Ursprung wahrscheinlich im jüdischen Neujahrsfest Rosch Haschana (Kopf des Jahres) am 1. und 2. Tag des jüdischen Kalendermonats Tischrei hat. Viele Religionen feiern ihren eigenen, meist beweglichen Neujahrstag: Juden und Moslems zum Beispiel nach Mondjahren, die Iraner nach Sonnenjahren. Für die Chinesen beginnt das neue Jahr zwischen Ende Jänner und Ende Februar. (APA/dpa)

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