Knaller-Schäden meist von Versicherung gedeckt

2. Jänner 2007, 09:36
3 Postings

Schadensabsicherung greift dann, wenn nicht absichtlich oder durch fahrlässige Handlung herbeigerufen

Wien - Eigentlich sind Silvester-Raketen und -Böller ein Zeichen der Freude über das neue Jahr, weniger erfreulich sind jedoch Schäden an Autos oder Häusern, die Knaller anrichten können. Im Normalfall sind die meisten Sachschäden in der Haushalt-, Gebäude- oder Kfz-Kaskoversicherung gedeckt, so der Versicherungsverband Österreich (VVO) am Mittwoch in einer Aussendung. Geht man mit Pyrotechnik aber nachweislich "grob fahrlässig" um, kann der Schutz entfallen.

Verursacht ein Feuerwerkskörper einen Wohnungsbrand, kommt dafür die Haushaltversicherung auf. Wer in einem fremden Haushalt nicht vorsätzlich Brandschäden verursacht, ist über eine private Haftpflichtversicherung (in der Haushaltversicherung enthalten) geschützt. Diese gilt laut VVO auch für Ehepartner, Lebensgefährten, minderjährige Kinder und Verwandte, die im gemeinsamen Haushalt leben.

Binnen einer Woche melden

Für Schäden durch Silvester-Raketen, die an Fassaden entstehen, kommt eine Eigenheim- oder Gebäudeversicherung auf. Demolieren Knaller ein Auto, bezahlt eine Kfz-Teilkaskoversicherung. Wird das Auto von betrunkenen Vandalen beschädigt, ist der Fahrzeugbesitzer mit einer Vollkaskoversicherung geschützt. Silvester-Schäden müssen dem Versicherer innerhalb einer Woche gemeldet werden, so der VVO.

Grundsätzlich haftet jeder Erwachsene, der anderen absichtlich oder fahrlässig einen Schaden zufügt. Kinder bis sieben Jahre können nach dem Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuch (ABGB) nicht zur Verantwortung gezogen werden. Noch nicht 14-Jährige sind schadenersatzpflichtig, wenn ihnen "das Unrecht der Tat bewusst sein müsste", so die Rechtsexperten. Wenn Eltern die Aufsichtspflicht verletzt haben, haften sie für ihre Kinder. (APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar
Share if you care.