VMWare 6: Erste Beta-Version freigegeben

27. Februar 2007, 12:39
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Vista-Support und "Headless"-Betrieb für die Virtualisierungslösung - Erste Testversion für Mac OSX steht ebenfalls zum Download

Ein kleines Weihnachtsgeschenk hat das auf Virtualisierungslösungen spezialisierte Unternehmen VMWare an der Thematik interessierten ComputerbenutzerInnen gemacht: Mit einer Beta-Version bietet man einen ersten Einblick in die nächste VMWare-Generation, zusätzlich ist nun eine öffentliche Testversion von Fusion - des neuen Angebots von VMWare für Mac OS X-Rechner freigegeben worden.

Headless

Die Pre-Release von VMWare Workstation 6 steht dabei wie gewohnt für Windows und Linux-Rechner zur Verfügung, sie bietet eine ganze Reihe von zentralen Verbesserungen. So können nun virtuelle Maschinen "headless" betrieben werden, also vom grafischen Interface getrennt ablaufen, und bei Bedarf wieder "angehängt" werden.

Monitore

Neu ist auch die Möglichkeit, dass Gast-Betriebssysteme mehrere Monitore benutzen können, Auflösung und zur Verfügung stehender Grafikspeicher lassen sich dabei frei definieren. Vor allem für EntwicklerInnen interessant sind die integrierten virtuellen Debugging-Möglichkeiten: Mit dem Workstation IDE (integrated development environment) stehen in Visual Studio und Eclipse eine Reihe von neuen Menüpunkten zur Verfügung, die das Debuggen von Software vereinfachen sollen.

Vermischtes

Zu den weiteren Verbesserungen gehört, dass virtuelle Maschinen nun bis zu 8 GByte an Speicher beanspruchen können, das Limit für alle laufenden VMs zusammen - das bisher bei 4 GByte lag - wurde gänzlich aufgehoben. Gehörig aufpoliert wurde der Drag & Drop-Support zwischen Gast- und Host-System, dieser funktioniert nun auch zwischen verschiedenen Betriebssystemen. Außerdem wurde der USB 2.0-Support erweitert und beschleunigt, neu ist auch der Austausch von Batteriestandsinformationen zwischen Gast und Host.

Player

In der Beta-Version mit an Board ist ebenso die neue Version 2.0 des VMWare Players, die nun auch "Virtual Appliances" direkt aus dem Angebot des Herstellers herunterladen kann. Zu guter Letzt werden eine Reihe von neuen Betriebssystemversionen unterstützt, darunter auch Windows Vista in 32- und 64-Bit-Ausführungen.

Funsion

Zeitgleich hat der Hersteller eine erste öffentliche Beta-Version seines Mac OS X-Produkts "Fusion" freigegeben. Diese siedelt sich in der Funktionalität zwischen der Workstation und dem Player an. Da die technologische Basis die selbe wie bei der Windows/Linux-Verwandschaft ist, lassen sich virtuelle Maschinen natürlich auch unverändert übernehmen.

Funktionen

"Fusion" ist weitgehend auf dem selben Stand wie die Beta von VMware Workstation 6, also wird auch hier bereits Vista unterstützt, auch das Drag & Drop soll problemlos funktionieren. Ebenso ist es möglich die mehreren Kerne der aktuellen Intel-Prozessoren fix an verschiedene virtuelle Maschinen zu vergeben.

Download

Sowohl die Beta von VMWare Workstation 6 als auch die von Fusion können kostenlos von der Seite des Herstellers heruntergeladen werden. Zuvor ist allerdings eine Registration vonnöten. Zur Mac OS X-Software ist noch zu ergänzen, dass diese nur auf der aktuellen Rechnergeneration mit Intel-CPUs läuft, PowerPC-Prozessoren werden hingegen nicht unterstützt. (Andreas Proschofsky)

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    VMWare Fusion
    Windows- und Linux-Systeme direkt unter Mac OS X ausführen

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    Workstation 6
    Unter Linux hat das User Interface einen neuen grafischen Look im Tango-Stil spendiert bekommen

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