Microsoft faltet an neuen Origami-PCs

23. März 2007, 17:59
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Vista-Ready-Modelle sollen im Jänner auf der CES vorgestellt werden - Neue Artenvielfalt und höhere Effizienz - Intel beschreitet angeblich eigene Wege

Als Microsoft im vergangenen Frühling zusammen mit diversen Hardwareherstellern wie Samsung oder Asus der IT-Welt die ersten Ultra-Mobile-PCs offenbarte, hielt sich die Euphorie in Grenzen. Die kleinen auf 7 Inch-Touchscreen basierten kleinen Computer wurden als zu teuer, leistungsschwach und akkuschwach kritisiert. Die von Microsoft lancierte Bezeichnung Origami verhieß so von Anfang an nichts Gutes.

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Unter dem Codennamen "Vistagami" (zurückzuführen auf ihre Vista-tauglichkeit) will der Softwaregigant nun auf der kommenden Consumer Electronic Show (CES) im Jänner in Las Vegas eine neue Generation der Geräte präsentieren. Die Erscheinungsvielfalt soll laut Cnet zugenommen haben, sogar Keybords wollen manche Hersteller integriert haben. Dennoch ist nicht klar, ob die wichtigsten zwei Punkte wesentliche Verbesserungen erfahren haben: Die Preisgestaltung und die Batterielaufzeit.

Laut Mika Krammer, einer Mitarbeiterin der Windows Marketing-Abteilung gibt es in der Tat noch einiges in diesem Bereich zu verbessern.

Plattform

Noch ist auch noch nicht klar, auf welche Chips und welche Plattform Microsoft bei seinen Vorgaben zurückgreifen wird. Sowohl Intel und VIA haben auf dem Gebiet der energieeffizienten Chips Projekte in Planung. Doch zumindest was den Marktführer angeht, dürfte man nicht bis zum Frühjahr bereit sein, derartige Lösungen zu präsentieren. Das McCaslin getaufte Modell wird nicht vor Mitte 2007 erwartet.

Andere Wege

Cnet will erfahren haben, dass Intel mit einer anderen Strategie liebäugelt, als mobile Geräte auf den Markt zu bringen, die ein komplettes Windows fahren können. Eher würde man ultramobile Devices entwickeln wollen, die spezielle Funktionen erfüllen. Der Konzern hüllt sich diesbezüglich allerdings noch in Schweigen. Krammer von Microsoft rechnet jedoch fest damit, dass Geräte kommen werden, die nicht auf Windows zurückgreifen.

Evolution

Es sei eben alles eine Frage der Auswahl, meint sie und hält die Option alle Funktionen von Windows auf einem kleinen PC nützen zu können für reizvoll. Intel äußerte sich zwar nicht zu seinen Plänen, wies jedoch darauf hin, es würde sich bei den ultramobilen Geräten um etwas evolutionäres Handel. Wie bei den einst klobigen und nun hoch effizienten Mobiltelefonen läuft der Prozess aber in Baby-Schritten. (red)

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