Wikipedia-Gründer startet Anti-Google

30. März 2007, 10:56
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"Welt.de": Nutzer sollen entscheiden, auf welche Weise Inhalte gefunden werden - Projekt erst in frühem Designstadium

Der Gründer des freien Online-Lexikons Wikipedia, Jimmy Wales, arbeitet nach einem Medienbericht an einer Suchmaschine, die den Marktführern Google und Yahoo Konkurrenz machen soll. Mit seinem neuen Projekt will der 40-Jährige nach Informationen des Online-Nachrichtenportals "Welt.de" die Nutzer entscheiden lassen, wie Inhalte im Netz gefunden werden. Geld für sein Vorhaben habe er vom Online-Versandhändler Amazon erhalten.

Qualitative Entscheidung

Anstelle von Computer-Programmen wolle Wales auf die qualitative Entscheidung der Nutzer setzen. Sie sollen die Rangfolge von Suchergebnissen per Klick beeinflussen und kommentieren. "Wir wissen alle, dass Google und Yahoo sehr gute Suchmaschinen sind, aber wir wissen ebenso gut, dass gemeinschaftliche Arbeit eine mächtige Technik ist", sagte Wales "Welt.de".

In den Kinderschuhen

Nach seinen Angaben ist das Projekt erst in einem frühen Designstadium. "Wir hoffen, dass wir mit einem Vorführ-Modell im ersten Quartal 2007 auftreten können", sagte Wales. Der Wikipedia-Gründer warnt vor allzu großen Hoffnungen: "Erwarten Sie nicht zu viel. Schließlich ist das gemeinschaftliche Software. Wir möchten diese lieber korrekt einrichten, als dass wir überzogenen Erwartungen entsprechen. Mit Wikipedia war es am Anfang genau so." (apa)

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