Tochter droht Konkurs

16. Jänner 2007, 09:35
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AUA verlangt von der Slowakei ultimativ die Übernahme von gut sechs Millionen Euro Schulden ihrer Slowakei-Tochter, sonst könnte ein Konkursantrag Anfang 2007 folgen

Wien – Der Slovak Airlines, an der die AUA 62 Prozent hält, droht der Konkurs, sollte das Verkehrsministerium nicht bis Jahresende die zugesicherten sechs Mio Euro Verbindlichkeiten übernehmen. Das Geld sei eine wesentliche Grundlage und Voraussetzung für die Umsetzung des Sanierungsplanes, teilte die AUA mit. "Sollte sich das slowakische Verkehrsministerium neuerlich nicht an die von Austrian Airlines eingeräumten Fristen für die Zahlung halten, ist die Überschuldung der Gesellschaft zu groß, sodass das Management von Slovak Airlines voraussichtlich Anfang 2007 einen Konkursantrag stellen müsste", so AUA-Chef Alfred Ötsch.

Der Schaden, der der AUA aus einem Konkurs entstünde wird mit 13 Mio Euro beziffert. Die AUA geht davon aus, "dass die slowakische Regierung einen Konkurs der Gesellschaft nicht provozieren möchte". Slovak Air beschäftigt 130 Mitarbeiter und betreibt drei Flugzeuge (eine Fokker 100, zwei Boeing 737). Das Grundkapital beträgt umgerechnet 4,6 Mio. Euro. Slovak Air fliegt derzeit ab Bratislava nach Brüssel und Moskau und führt Charterflüge in den gesamten Mittelmeerraum durch. (Claudia Ruff, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 22.12.2006)

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    foto: slovak airlines
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