Plattenlabel wollen Allofmp3 ans Leder

24. Jänner 2007, 12:27
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US-Plattenlabels haben nun rechtliche Schritte gegen die umstrittene russische Online-Plattform eingeleitet

Eine Gruppen von US-Plattenlabels hat nun Klage gegen die umstrittene russische Online-MP3-Plattform Allofmp3.com eingereicht. Arista Records, Warner Bros, Capitol und UMG haben ihre Klage in New York eingereicht.

Ohne Erlaubnis

Die Plattenfirmen klagen gegen das Unternehmen Mediaservices mit Sitz in Moskau, welches neben Allofmp3.com auch allTunes.com betriebt. Aus Sicht der Branchenvertreter vertreibt der russische Anbieter Lieder ohne über die entsprechenden Rechte zu verfügen beziehungsweise die Erlaubnis dafür zu haben. Allofmp3.com wiederum beruft sich auf Zahlungen an die russischen Urheberrechtsinstitutionen, die die Rechtmäßigkeit der Geschäfte sicherstellen sollen.

Billig

Allofmp3.com verkauft ganze Alben um 1 Dollar, ein einzelnes Lied ist für wenige Cent zu haben. Zum Vergleich: iTunes als beliebtestes Download-Portal im Bereich Online-Musik verlangt für ein komplettes Album 10 Dollar.

Massive Verletzungen

Allofmp3.com ist bereits in einen Rechtsstreit mit der British Phonographic Industry, im Auftrag der britischen Plattenlabels, verwickelt. "Das gesamte Geschäftsmodell der beklagten Partei ist nichts anderes als eine massive Verletzung der exklusiven Rechte der Kläger, die durch den Copyright Act und die Gesetze des Bundesstaaates New York geschützt sind", heißt es in der Klagsschrift.

Roms

Allofmp3.com erklärte nun, dass die Urheberrrechtsabgaben an eine Organsiation namens Roms gezahlt würden, diese sorge für eine rechtskonforme Lizenzierung des Angebots. "Das Angebot von Allofmp3.com ist gesetzmäßig," so Roms Generaldirektor Oleg Nezus. "Die Meinung der ausländischen Urheberrechtsinhaber ist nicht mehr als deren Meinung", so Nezus gegenüber BBC. Aus Sicht der britischen BPI und der International Federation of the Phonographic Industries hat Roms keinerlei Befugnisse und Rechte von Seiten der Plattenfirmen um entsprechende Gebühren einheben zu dürfen.(red)

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