Schreibende Polizeizunft

6. Februar 2007, 15:33
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Wenn Uniformierte im Magazin "Kriminalpolizei" zur spitzen Feder greifen, müssen sich Vorgesetzte warm anziehen

Auch innerhalb der Polizei gibt es eine schreibende Zunft, die über das Verfassen von Strafzetteln und das Erledigen von Bürokram hinausgeht. Wenn zum Beispiel Herbert Windwarder oder Alfred Neuhser im Magazin "Kriminalpolizei" zur spitzen Feder greifen, müssen sich Vorgesetzte warm anziehen. Nun hat die Fachzeitschrift der Vereinigung österreichischer Kriminalisten ein Schwestermagazin für den Wiener Bereich erhalten. Es heißt schlicht und einfach Polizei, am Dienstag wurde das erste Heft in der Marokkanerkaserne präsentiert.

Chefredakteur Gerhard Brenner hat Bankraub zur ersten Coverstory gemacht - unter anderem mit der originellen Idee, einen Bankräuber zu interviewen. Und wer weiß, vielleicht findet Ernst Hinterberger, der ebenso wie Sicherheitsgeneraldirektor Erik Buxbaum unter den Taufgästen war, Anregungen für eine neue Fernsehserie. Generalmajor Karl Mahrer, derzeit amtsführender Wiener Landespolizeikommandant, erwartet "keine Zeitung mit Hofberichterstattung". Die Polizei für alle Wiener Polizisten erscheint viermal pro Jahr. (simo/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 20.12. 2006)

  • "Polizei" für Karl Mahrer, Ferdinand Germadnik, Erik Buxbaum, Gerhard Brenner, Christian Stella (v. li.).
    foto: standard/hendrich

    "Polizei" für Karl Mahrer, Ferdinand Germadnik, Erik Buxbaum, Gerhard Brenner, Christian Stella (v. li.).

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