Heizöl-Preis erreicht Tiefstand

8. Jänner 2007, 10:24
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Wer mit Öl heizt und sich für den heurigen Winter noch nicht eingedeckt hat, kann sich freuen. Knapp vor Weihnachten fielen die Preise binnen einer Woche um zwei Prozent

Wien - Heizöl ist binnen einer Woche um zwei Prozent gefallen und hat damit diese Woche den tiefsten Stand seit dem Frühsommer 2005 erreicht, teilte das Institut für wirtschaftliche Ölheizung am Dienstag mit.

Der gewichtete durchschnittlichen Konsumentenpreis für Heizöl Extra Leicht von 63,67 Cent pro Liter, bezogen auf eine Abgabemenge von 3.000 Litern, habe somit ein Anderthalb-Jahres-Tief erreicht. Gegenüber Dezember 2005 sind die Preise um 2,8 Prozent niedriger.

Pellets werden billiger

Billiger werden sollen, wie berichtet, demnächst auch Pellets, deren Kilo-Preis in den vergangenen eineinhalb Jahren um über 70 Prozent gestiegen ist. Gas dagegen wird in einigen Regionen mit Jahreswechsel noch einmal teurer werden, in Wien beispielsweise um durchschnittlich 5,3 Prozent. Im Durchschnitt sind laut IWO die Gas-Preise seit Mitte 2005 um 14 Prozent gestiegen - annähernd so stark auch wie die Preise für Fernwärme, die 2007 aber stabil bleiben sollen.

Mit Heizöl heizen derzeit rund 922.000 Haushalte in Österreich. Die heimischen Heizöl-Preise folgen in ihrer Entwicklung im Wesentlichen den internationalen Ölpreisen. Der Preis für Rohöl ist seit dem Rekordniveau im Sommer - nicht zuletzt wegen des bisher milden Winters - um ein Viertel gefallen, dürften aber nach den Prognosen im nächsten Jahr wieder deutlich ansteigen. Der Gaspreis folgt dem Ölpreis üblicherweise mit mehrmonatiger Verzögerung.

Hohe Preise im August und Oktober

Schon im Vorjahr waren die Heizölpreise gegen Winter hin gefallen. Abgesehen von den internationalen Marktentwicklungen decken sich die Kunden auch immer früher mit Ölvorräten ein. Wie schon 2005 zahlte man für Heizöl auch heuer zwischen August und Oktober am meisten. Mit etwas 73 Cent je Liter lag der Höchststand heuer nur einen Cent unter den Rekordpreisen von 2005.

Das IWO versteht sich als "die Kompetenzstelle der Mineralölwirtschaft für Heizfragen". Als seine wichtigste Aufgabe bezeichnet der Verein, "die öffentliche Darstellung der Vorteile der Ölheizung sowie die Argumentation für die Ölheizung, speziell ihrer ökonomischen, ökologischen und technologischen Vorteile", so das IWO in seiner heutigen Pressemitteilung. Betrachte man die Vollkosten des Heizens (neben den Brennstoffkosten auch den Aufwand für die Anschaffung, den Einbau und die Wartung einer Heizungsanlage), sei die Ölheizung wie seit vielen Jahren weiterhin die günstigste Heizung. Alternative Heizformen hätten "trotz jahrelanger exzessiver Förderung aus öffentlichen Steuergeldern bisher noch immer nicht auf ein erschwingliches Kostenniveau" gebracht werden können, so das Ölinstitut. (APA)

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