Antonio Fian

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    foto: standard/heribert corn

Das Dramolett als kultureller Alltagskommentar

Den STANDARD-Lesern wurde Antonio Fian vor allem durch die literarische Gattung des Dramoletts bekannt. Die knappen und auf den Punkt formulierten Dialoge, in denen der kulturelle und politische Alltag seinen satirisch-humoristischen Ausdruck findet, leben im ständigen Spannungsverhältnis zwischen Literatur und Wirklichkeit.

Antonio Fian spielt mit der ganz alltäglichen Sensationsgier seiner Leser. Brocken um Brocken wirf er ihnen vermeintliche Tatsachen als Köder hin, um sie schließlich in seinen raffiniert ausgelegten Textschlingen zu fangen und völliger Fiktion auszusetzen.

Zuletzt ist von ihm der Band Bohrende Fragen (2007), eine Sammlung von Fians Dramoletten, im Droschl-Verlag erschienen. Weitere Dromolett-Bände sind Alarm (2002) und Was seither geschah (1998).

Der Autor von Erzählungen, Romanen, Dramoletten und Hörspielen, wurde 1956 in Klagenfurt geboren, verbrachte seine Kindheit in Spital an der Drau und lebt seit 1976 in Wien.

1980 erhielt er bereits das Nachwuchsstipendium des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst für Literatur. 1988 folgte der Förderungspreis der Stadt Wien für Literatur, weiters wurde ihm im Jahr 1994 der Hans-Erich-Nossack-Förderpreis für Prosa des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im Bundesverband der Deutschen Industrie Köln sowie der Förderpreis zum Lessing-Preis (2004) zugesprochen. (red)

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Ausgewählte Pressestimmen

  • Fians Bosheit liegt im Detail, mit einem Wort unterläuft er poetische Stimmungen. (Niederösterreichische Nachrichten, 29.1.2001)
  • Fian ist ein moderner Schriftsteller, der, wie sichs gehört, vor nichts zurückschreckt, auch nicht vor der Schelte, dass der moderne Mensch an Problemlösungen glaubt und genau daran kläglich scheitert. (Oberösterreichische Nachrichten, 27.4.2001)
  • Wesentlich für Fians parodistisches Vermögen ist seine Wandlungsfähigkeit, die ihn mühelos in erzählerische oder lyrische Rollen schlüpfen lässt, die Beherrschung sämtlicher literarischer Formen. (Wiener Zeitung, 25.3.2006)
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    1 Posting

    da hat der standard tatsächlich die pressestimmen der namhaftesten printmedien hierzulande ausgewählt.

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