Auf Vista upgraden? Eher nicht.

24. April 2007, 15:39
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Vista wird mit neuen Komplett-PCs an die User kommen - Nur wenige nehmen ein Update ihres Betriebssystems vor

Unter den Weihnachtsbaum hat es Windows Vista (und Office 2007) nicht mehr geschafft, aber diese Art von "Deadline" war ohnedies nur symbolisch. Denn eigentlich ist die Frage müßig, ob man sich als privater PC-User Vista zulegen soll: Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Ihr (nächster) PC unter Vista läuft. Betriebssysteme werden zum überwältigenden Teil mit neuen PCs mitgeliefert, nur ein Bruchteil aller Benutzer nehmen ein Update ihres Betriebssystems vor.

Gründe

Dafür gibt es gute Gründe: Ein funktionierendes System besser nicht anrühren, ist eine weise Grundregel. Wie jeder Upgrade verlangt Vista wesentlich mehr "Ressourcen" als Windows XP oder 2000 (noch immer weit verbreitet): leistungsfähigerer Prozessor, mehr Speicher (RAM), bessere Grafikkarte zur Darstellung der neuen Oberfläche.

Hürden

Dazu kommen andere potenzielle Hürden: Je nach Hersteller verwenden einzelne Geräteteile eigene Treiber, die möglicherweise mit Vista nicht funktionieren und für die man ebenfalls Updates braucht, so vorhanden. Auch Programme laufen unter Vista möglicherweise erst nach einem Update. Alles gute Gründe, am 30. Jänner nicht loszulaufen und Vista zu kaufen - eine Ausnahme sind PCs, die in den letzten Wochen bereits als "Vista ready" verkauft wurden und die für den Upgrade vorbereitet sein sollten.

Check

Wer es trotzdem probieren will kann die "Vistatauglichkeit" seines PC online checken. Für den Verkaufserfolg von Windows Vista ist dies alles unerheblich, denn spätestens mit dem Umstieg auf einen neuen PC sind Sie (mit großer Wahrscheinlichkeit) Vistabenutzer. Im Alltag bringt Ihnen dies einige erhebliche Verbesserungen, etwa durch die integrierte Suchfunktion, die es leichter macht, Dateien und Informationen wieder zu finden, Sicherheitsfeatures, eine sehr ansprechende neue Darstellung und viele "Kleinigkeiten" wie den "Präsentationsmodus", der bei einer Powerpoint-Vorführung alle Arten unerwünschter nervigen Meldungen unterbindet, die Windows gern ungefragt einblendet.

Sinnfrage

Etwas anders als die Frage nach einem Vista-Upgrade ist die nach dem Sinn eines Upgrades auf Office 2007, Microsofts Bürosoftwarepaket, von Word und Excel bis zu Powerpoint. Zumindest wenn der PC kein besonders altes Eisen ist, ist das leicht möglich; ob es sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt. Wahrscheinlich gibt es auf dem Planeten nur fünf Menschen, die auch nur mehr als die Hälfte aller Features dieser Programme verwenden. Und ob ein paar Funktionen mehr eine Investition von mehreren hundert Euro lohnen, hängt davon ab, ob einem gerade dieses Feature gefehlt hat.

Pech gehabt

Aber selbst wenn Sie Ihrem "alten" Office treu bleiben, oder eine Gratisalternative wie OpenOffice verwenden, wird Sie Office 2007 beschäftigen: Denn Microsoft verwendete zur Speicherung von Dateien ein neues Dateiformat "Office Open XML". So speichert z. B. Word künftig als Grundeinstellung seine Dokumente als ".docx"-Dateien - Pech für Benutzer früherer Versionen. Diese müssen sich einen Konverter suchen, um dieses Dateiformat öffnen zu können; oder den Absender bitten, doch einfach wie bisher eine ".doc"-Datei zu speichern. (Helmut Spudich, DerStandard/Printausgabe vom 16.12.06)

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