Absolute Ungerechtigkeit?

11. Juli 2000, 13:58

Kuntzl vermißt ÖVP-Reaktion auf antisemitische Entgleisung von Asamer

"Die antisemitischen Entgleisungen des ÖVP-nahen Wirtschaftstreibenden und oberösterreichischen 'Schotterkaisers' Asamer sind unglaublich", so SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Andrea Kuntzl Dienstag in Reaktion auf einem Bericht im Nachrichtenmagazin "profil". Asamer hatte im "profil" die Entschädigungen als "absolute Ungerechtigkeit" bezeichnet. U.a. meinte Asamer, "die Juden treiben's noch soweit, bis sie wieder eine am Deckel kriegen". Offensichtlich trauen sich nun im veränderten gesellschaftlichen Klima, hervorgerufen durch die blau-schwarze Regierung, Kräfte ihre antisemitische Haltung öffentlich auszusprechen.

Besonders erschütternd sei, dass es weder die Landes-ÖVP in Oberösterreich noch die Wiener-ÖVP oder die Bundes-ÖVP für nötig befunden haben, auf die antisemitischen Entgleisungen ihrer Mitglieder und ihr nahestehenden Unternehmer zu reagieren. "Es ist daher die Frage zu stellen, ob diese Unternehmer wie Asamer, der Wiener Autohändler Heinz Havelka, oder der Papierindustrielle Goess-Saurau etwa Unterstützung in der ÖVP finden." (red)

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