Israelischer Vizeminister bedauert Überleben Haniyehs

18. Dezember 2006, 19:04
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"Schade, dass man ihn nicht erwischt hat"

Jerusalem - Israels stellvertretender Verteidigungsminister Ephraim Sneh hat am Freitag sein Bedauern darüber ausgedrückt, dass der palästinensische Ministerpräsident Ismail Haniyeh den Konvoi-Beschuss vom Vorabend im Gaza-Streifen überlebt hat. "Gefühlsmäßig" habe er sich gesagt, es sei "schade, dass man ihn nicht erwischt hat", erklärte Sneh im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. "Wenn man es aber nüchtern überdenkt, glaube ich, dass das (der Tod des Hamas-Politikers, Anm.) das Problem nicht gelöst hätte", fügte Sneh hinzu.

"Gezielte Tötung"

Der ultrarechte Vizepremier Avigdor Lieberman hatte dem palästinensischen Premier wiederholt mit einer "gezielten Tötung" gedroht und erklärt, Haniyeh werde seinen Platz auf der "Liste der Märtyrer" einnehmen. 2004 waren der Hamas-Gründer Scheich Ahmed Yassin und dessen Nachfolger Abdelaziz Rantisi "gezielten Tötungen" durch die israelische Armee zum Opfer gefallen, Haniyeh selbst war einer solchen ebenso wie Hamas-Politbürochef Khaled Mashaal entgangen.(APA/AFP)

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