TV-Riese an Heuschrecken: KKR und Permira übernehmen Sendergruppe

4. April 2007, 12:51
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Eine Fusion mit der Fernsehholding SBS zeichnet sich ab - Kolportierte Preis: mehr als drei Milliarden Euro

Zwei Finanzinvestoren übernehmen die Mehrheit von 50,5 Prozent am deutschen Fernsehkonzern ProSiebenSat.1. Noch sind die Verträge mit den bisherigen Eigentümern um US-Investor Haim Saban nicht unterschrieben. Doch die bayerische Landesregierung – Medien sind in Deutschland Ländersache – bestätigte Donnerstag den Zuschlag an KKR und Permira. Kolportierte Preis: mehr als drei Milliarden Euro.

KKR und Permira gehört die Fernsehholding SBS. Die Landesregierung erwartet, dass die neuen Eigner SBS und ProSiebenSat.1 zusammenlegen. Gegen KKR und Permira boten Goldman Sachs und Apax, die laut Financial Times Deutschland als erste ausschieden. Länger im Rennen blieb der türkische Medienriese Dogan mit dem Springer-Verlag an Bord. Heuschrecken gilt in Deutschland als Synonym für Finanzinvestoren. So nannte sie SPD-Mann Franz Müntefering die Spezies wegen reiner Profitorientierung. (fid/DER STANDARD; Printausgabe, 15.12.2006)

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