Kosovo: Drei Millionen Euro für Hochschulsystem

8. März 2007, 11:32
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Österreich unterstützt Universitäten: "Mit zeitgemäßer Universitätsausbildung zum wirtschaftlichen Aufschwung beitragen"

Wien - Der kosovarische Bildungsminister Agim Veliu und der österreichische Botschaftsvertreter im Kosovo, Alexander Bayerl, haben einen Vertrag über ein dreijähriges Programm zur Modernisierung des Hochschulwesens im Kosovo unterzeichnet. Die Österreichische Entwicklungs- und Ostzusammenarbeit (OEZA) und das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur werden in die Modernisierung des Hochschulwesens im Kosovo in den nächsten drei Jahren rund drei Millionen Euro an Finanzmitteln und Sachleistungen investieren, hieß es am Mittwoch in einer OEZA-Aussendung.

OEZA und Bildungsministerium finanzieren

Die OEZA trägt 2,26 Mio. Euro dazu bei und das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur 550.000 Millionen Euro an Finanzmitteln sowie 61.000 Euro in Form von Sachleistungen. Das kosovarische Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Technologie hat einen Reformplan für den Hochschul- und Forschungsbereich für die nächsten Jahre ausgearbeitet, der sich am Europäischen Hochschul- und Forschungsraum orientiert. "Bildung bringt der Jugend im Kosovo neue Perspektiven und bessere Chancen", so Bayerl. "Mit zeitgemäßer Universitätsausbildung will Österreich zum wirtschaftlichen Aufschwung und zu mehr Stabilität in der Region beitragen."

Ausstattung und Lehrpläne erneuert

Die Hälfte der Bevölkerung im Kosovo ist unter 20 Jahre alt. Von den Zukunftschancen dieser Generation wird die Entwicklung der gesamten Region abhängen. Für den wirtschaftlichen Aufbau des verarmten und konfliktgeprägten Kosovo spielt der Bildungssektor eine entscheidende Rolle. Die OEZA unterstützt daher seit mehreren Jahren den Aufbau und die Modernisierung des Bildungssektors im Kosovo ebenso wie in den anderen Ländern der Westbalkan-Region. Investiert wird vor allem in bessere Ausstattung der Universitäten, die Modernisierung der Lehrpläne und die institutionelle Stärkung der Hochschulbehörden.

Aufbau von Forschungszentren

Das neue Programm der Österreichischen Entwicklungs- und Ostzusammenarbeit und des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur umfasst eine breite Palette an Aktivitäten. So wird unter anderem der Aufbau eines Zentrums für Innovation und Technologietransfer, eines Forschungsrates sowie eines Zentrums für internationale Hochschul-, Technologie- und Forschungskooperation unterstützt.

Beratung für Bildungsstrategien

Weiters fördert das Programm Doktoratsstipendien für Lehrende der Universität Pristina und den Aufbau eines Büros für die Anerkennungsfragen (ENIC/NARIC). Darüber hinaus wird das Bildungsministerium des Kosovo bei der Erstellung von Forschungs- und Bildungsstrategien beraten. Damit sollen einerseits, so Botschaftsvertreter Alexander Bayerl, "die Universitäten des Kosovo an europäische Bildungs- und Forschungsstandards herangeführt werden und andererseits der Bildungssektor stärker mit der Wirtschaft in der Region vernetzt werden." (APA)

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