iTunes Music Store-Verkäufe brechen ein

2. Jänner 2007, 08:46
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Monatlicher Umsatz laut Forrester-Studie seit April 2004 65 Prozent gefallen - Digital Rights Management in der Krise?

Eine aktuelle Studie von Forrester Research kratzt gehörig an der Erfolgsgeschichte des iTunes Music Store (IMS). Setzt sich der aktuelle Trend nämlich fort könnte das Business mit kopiergeschützten Musikdateien bald schon wieder in der Bedeutungslosigkeit verschwinden.

Analyse

So will Forrester aufgrund der Analyse von 2700 Kreditkartentransaktionen herausgefunden haben, dass der monatliche Umsatz des IMS seit dem April 2004 um satte 65 Prozent zurückgegangen sei. Nicht nur das: Auch das Volumen der durchschnittlichen Transaktion gab um 17 Prozent nach.

Keine dauerhafte Begeisterung

Ein Problem das sich zeige ist, dass die meisten KundInnen zwar anfängliche einige Lieder kaufen würden, in Folge aber kaum mehr Transaktionen getätigt würden. So besitzt jeder Kunde / jede Kundin im Schnitt 20 gekaufte Lieder, nicht unbedingt eine Menge, die die Musikindustrie zu Begeisterungsstürmen hinreißen wird.

iPod & Co.

Dies obwohl sich der MP3-Player-Markt weiter als stark wachsend erweist. Gerade Apples iPod erfreut sich deutlicher Zuwachsraten.

Unzufrieden

Als einen der Gründe für die aktuellen Zahlen sieht Forrester-Analyst Josh Bernoff die Unzufriedenheit der KundInnen mit den Beschränkungen durch Digital-Rights-Management (DRM). Bereits vor kurzem hatte der britische Chef des Plattenlabels Columbia ein Ende von DRM innerhalb der nächsten 12 Monate vorausgesagt.

Verkauf

Ob dies wirklich eintreten wird, bleibt vorerst wohl abzuwarten, eins ist aber klar: Die Musikindustrie muss sich etwas einfallen, will sie die rückläufigen CD-Verkaufszahlen mit dem Online-Handel auffangen. (red)

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