Paul Achs gewinnt Falstaff-Wahl

25. Juni 2007, 13:30
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Bester Rotwein Österreichs prämiert. "Blaufränkisch Ungerberg 2004" aus Gols setzte sich gegen 1.500 Weine durch

Wien - 1.500 österreichische Rotweine des Jahrgangs 2004 standen zur Auswahl, eine Experten-Jury kürte den Blaufränkisch Ungerberg von Paul Achs aus Gols zum "Falstaff-Sieger 2006". Im Rahmen der 27. Rotweinprämierung im Grand Hotel an der Wiener Ringstraße wurde gestern, Montag, der Sieger gefeiert.

"Ich bin ein bisschen überrascht, dass ein Blaufränkischer gewählt wurde", sagte der burgenländische Winzer Paul Achs im Gespräch mit der APA, "denn dieser Wein braucht immer ein etwas länger, bis er sich entwickelt. In seiner Jugend ist er noch ein wenig verschlossen, aber man kann ihn trotzdem schon sehr gut trinken."

94 von 100 möglichen Punkten wurden dem Siegerwein von der strengen Falstaff-Jury zugestanden. "2004 war generell ein gutes Weinjahr", erinnerte sich Falstaff-Chefredakteur Peter Moser. Speziell dem Blaufränkischen aus dem Mittelburgenland kam eine Schönwetterfront im Oktober 2004 sehr zu Gute: "Der Wein hatte dadurch genug Zeit auszureifen; er hat eine sehr schöne Frucht bekommen, sehr tiefe Farben, eine sehr schöne Struktur und eine gute Säure - also alles, was ein Bläufränkischer braucht."

Triumph für Gols

Die Rotweingala stand ganz im Zeichen von Gols: Auf den ersten drei Plätzen landeten mit Paul Achs, Judith Beck und Claus Preisinger gleich drei Winzer aus der burgenländischen Weinbau-Metropole. Peter Moser hat dafür eine plausible Erklärung: "Die Witterungsbedingungen waren einfach perfekt und für alle in der Region gleich. In Gols gibt es aber eine Konzentration echter Spitzenbetriebe und sie alle haben die Chance beim Schopf gepackt."

Auf neun Hektar wurden die Trauben für den "Blaufränkisch Ungerberg 2004" angebaut, nach 20 Monaten Lagerung hat Paul Achs 6.000 Flaschen abgefüllt. Ab Hof ist der Wein bereits seit Wochen ausverkauft, Fachhändler haben den Siegerwein aber noch gelistet: "Ich habe mir natürlich noch ein paar Flaschen für den privaten Genuss zurück behalten", sagt Achs, "aber wahrscheinlich genug. Ich hätte gerne noch mehr davon in meinem Keller ..."

Mehr als 800 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Spitzengastronomie nutzen die Gelegenheit, im Rahmen der Feier auch selbst 150 Spitzenrotweine aus Österreich zu verkosten. Kabarettist und Wein-Kenner Florian Scheuba lobte den Siegerwein von Paul Achs vollmundig: "Das ist ein extrem ausgewogener Wein mit einer unglaublichen Eleganz und gleichzeitig einer unvorstellbaren Tiefe. Er schmeckt jetzt schon sehr rund, aber man sollte die Flaschen jetzt besser ruhen lassen und erst in zehn Jahren wieder öffnen." (APA)

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Weingut Paul Achs

Sortensieger der 27. Falstaff-Rotweinprämierung
  • Blaufränkisch 2004: Paul Achs, Gols
  • Cabernet Sauvignon 2004: Grenzhof Familie Fiedler, Mörbisch
  • Judith 2004: Judith Beck, Gols
  • Merlot 2004: Erich Scheiblhofer, Andau
  • Pinot Noir 2004: Schloss Halbturn, Halbturn
  • St. Laurent Reserve 2004: Günther Dopler, Tattendorf
  • Syrah 2004: Gernot Leitner, Gols
  • Pannobile 2004 (Kategorie Zweigelt): Claus Preisinger, Gols
    • Artikelbild
      grafik: weingut paul achs
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