Nintendos komfortabler dritter Platz

22. März 2007, 11:14
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Der japanische Sielehersteller konzentriert sich darauf, mit seinen Stärken Geld zu machen, während Sony und Microsoft viel Geld in die Schlacht um den ersten Platz werfen

Wenn ein Unternehmen in einem Markt nicht Erster oder starker Zweiter ist, dann ist es besser, sich zurückzuziehen. Mit diesem Diktum sanierte der legendäre Jack Welch General Electric (GE), als er als CEO übernahm. Demnach dürfte Nintendo schon lange nicht mehr im Spielemarkt tätig sein: Denn das Unternehmen, das vor 15 Jahren die unumstrittene Nummer eins war, wurde zuerst von Sonys Playstation auf den zweiten, dann von Microsofts Xbox auf den dritten Platz verwiesen.

Alles anders

Aber offenbar ist in dem heiß umkämpften Markt alles anders: Denn während Sony nur noch knappe Gewinne mit Spielen macht und jede neue PS3 mit 240 Dollar pro Gerät subventioniert und Microsofts Xbox-Geschäft im Minus ist, floriert Nintendo: fünf Milliarden Dollar auf der Bank, im vergangenen Jahr trotz hoher Investitionen in die neue Wii-Konsole eine Milliarde Dollar Gewinn. Nintendo konzentriert sich darauf, mit seinen Stärken Geld zu machen, während Sony und Microsoft viel Geld in die Schlacht um den ersten Platz werfen. Nintendos Erfolg zieht jetzt auch die Mitnascher an: Die kalifornische Firma Interlink hat eine Patentklage gegen den Hersteller wegen dessen neuartigen Controllers eingebracht. Dieser erlaubt, ein Spiel auch durch körperliche Bewegung zu steuern. (spu/DER STANDARD, Printausgabe vom 12.12.2006)

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