Admira und die Austria trennen sich 0:0

15. Juli 2000, 12:15

Ein Ergebnis das beiden Teams nicht nützt


Gegen das Abwehrbollwerk der Admira war kein Kraut gewachsen
Wer hätte sich das nach den Ergebnissen zum Auftakt gedacht? VfB Admira Mödling, in Innsbruck 1:6 unter gegangen, und Austria Wien, die mit einem 4:0 über Pokal- und Supercup-Gewinner GAK gestartet war, trennten sich am Dienstagabend vor fast 6.500 Zuschauern in der Südstadt mit einer "Nullnummer". Vor den Augen der Sturm-Mannschaft retteten Keeper Ondruska und die Abwehr in dem "Einbahn"-Fußball des Favoriten dem tapfer und mit großem Einsatz kämpfenden max.Aufsteiger den ersten Saison-Punkt im Oberhaus.

Während die Hausherren gegenüber dem ersten Liga-Spiel nur zwei Änderungen (Mlinar für Linemair und Oerlemans für Suchard) in ihrer Startelf vorgenommen hatten, kreuzten die Veilchen gleich mit drei Neuen in der Startelf auf. Leitner spielte für Rost, Daturu für Jezek und Hopfer für Plassnegger. Die "grauen Mäuse" machten in der Abwehr die Räume eng und ließen dem Favoriten, der klare Feldvorteile hatte, vor der Pause nur wenige Tormöglichkeiten.

Der erste "Schreckschuss" der Violetten kam nach 15 Sekunden und Fellner-Fehler, doch Datoru verfehlte knapp das Ziel. Dann scheiterte Mayrleb (21.) mit einem Flachschuss an Ondruska, schoss Datoru (27.) daneben und wurde ein Ledwon-Versuch (42.) von E. Aigner zum Corner abgefälscht. Auf der Gegenseite wurde Wohlfahrt nur eineinhalb Mal geprüft, als er außerhalb des Strafraums vor Mlinar (20.) rettete und einen Flachschuss von Micheu (32.) abwehrte.

Auch nach dem Wechsel war das Admira-Gehäuse wie vernagelt. Da verjuxten Mayrleb (47., 54., 69.), Datoru (54.) mit einem Schuss an die linke Stange, Rost (86.) und Jezek (90.) die besten Chancen. Ondruska und Co. stand auch das Glück des Tüchtigen bei. Im Finish, als Austria drei Stürmer (Jezek, Mayrleb und Derksen) aufbot, ergab sich für den Außenseiter, der erst in der 75. Minute zum ersten Eckball kam, Konter-Möglichkeiten. So durch Ozegovic (78.), dessen Schuss nur knapp daneben ging. Günter Benkö hatte im ersten Bundesliga-Spiel nach seinem EM-Einsatz einen ruhigen Abend.


Stimmen:

Milan Miklavic (Admira-Trainer): "Wir können mit dem Ergebnis zufrieden sein. Der Punkt war für uns sehr wichtig, das Spiel in Innsbruck hatte uns einige Fans gekostet. Viele haben uns schon abgeschrieben, das ist unsere Chance."

Ernst Aigner (Admira): "Für uns zählen nur Punkte. Eine Aussprache mit unserem Trainer unter der Woche hat genügt, er hat uns die Fehler vom Tirol-Match gezeigt."

Heinz Hochhauser (Austria-Trainer): "Wenn ich ein Spiel über 90 Minuten diktiere und drei bis vier große Chancen habe, dann muss ich auch gewinnen. Uns fehlt einfach der Strafraum-Spieler. Dann haben wir probiert, über die Flügel zu agieren, dort fehlt uns aber die Qualität."

Martin Hiden (Austria): "Wir haben gewusst, was auf uns zukommt. In der ersten Hälfte hatten wir kaum Chancen, danach einige, nutzten sie aber nicht. So kann man eben kein Spiel gewinnen."


2. Runde

VfB Admira Mödling - Austria Wien Endstand: 0:0 Südstadt-Stadion, 6.500, Benkö

Admira: Ondruska - E. Aigner - Fellner, Swoboda - Trifkovic, Markovic, Ozegovic, Micheu, Mlinar - Bozgo (52. Linimair), Oerlemans

Austria: Wohlfahrt - Varesanovic - Martin Hiden, Dospel - Hopfer, Leitner (62. Rost), Ledwon, M. Wagner (73. Derksen), Sarac - Mayrleb, Datoru (77. Jezek)

Gelbe Karten: Ozegovic, Mlinar bzw. keine

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