Im Kärntner Landtag werden Kampfhunde zum Thema

10. Juli 2000, 14:18

Dringlichkeitsantrag und Aktuelle Stunde am Mittwoch

Klagenfurt - Das Thema Kampfhunde wird am Mittwoch im Kärntner Landtag behandelt. Die FP-Fraktion hat einen entsprechenden Antrag für die Aktuelle Stunde gestellt. Im Vorfeld ist es über Initiative von FP-Tierbereichssprecher LAbg. Christian Scheider bereits zu einer Expertenrunde gekommen.

Auf Grund der zunehmenden Attacken von aggressiven Kampfhunden mit schweren oder tödlichen Folgen für die Opfer haben sich Gebrauchthundeverein, Landestierschutzverein, Stadt Klagenfurt, Land Kärnten, Exekutive usw. im Wesentlichen auf folgende Punkte geeinigt:

Die bestehenden Gesetze, Verordnungen (Leinenzwang) sind besser und stärker zu kontrollieren. Der Hund soll mit einem Micro-Chip gekennzeichnet werden. Damit ist er mittels eines Lesegerätes zu identifizieren. Die Verpflichtung für jeden Halter, mit seinem Hund vor Vollendung des ersten Lebensjahres einen "Sozialisierungskurs" zu absolvieren, bzw. für Hunde ab einer gewissen Beißkraft bzw. Gewicht "Gehorsamskurs" ist Bedingung für einen Halter-Befähigungsnachweis.

Es sollen Hundeverbots- (Spielplätze) und auch Hundegebotszonen (Freilaufzone) geschaffen werden. Diese sind mit eigenen Tafeln zu kennzeichnen. Es muss eine Verlässlichkeitsprüfung der Halter geben: Personen, die vorbestraft und gewalttätig sind, sollen nur Hunde mit geringer Beißkraft halten dürfen. Für aggressive und bissige Hunde soll ein Zuchtverbot bzw. ein Kastrationszwang eingeführt werden. Darüber hinaus ist man sich auch darüber einig geworden, dass es nicht um die Rasse geht , sondern darum, was der Tierhalter mit dem Hund macht.

In der Landtagssitzung werden die Freiheitlichen neben der Aktuellen Stunde auch einen Dringlichkeitsantrag zum Thema Kampfhunde einbringen, kündigte Scheider an.(APA)

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