Warum raubt uns der Vollmond den Schlaf?

Redaktion, 7. Jänner 2007, 18:24
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    fotos: reuters, montage: derstandard.at

Mondsüchtig? Lunatic? Es sind nicht wenige, die darüber klagen, in Vollmondnächten kein Auge zuzubekommen

Eingesandte Fragen führen vor Veröffentlichung oft zu einem redaktionsinternen Meinungsaustausch, bei dem die Bandbreite ungefähr zwischen den Extremen "He, mir geht's genauso!" und "Das hab ich ja noch nie gehört." liegen. Bei dieser Einsendung - wie statistisch unrepräsentativ auch immer das sein mag - war übrigens eine starke Tendenz zu Ersterem festzustellen.

Der aktuelle Gewinner der Woche, Andreas A., schreibt: "Vergangene Woche war Vollmond. Drei Nächte lang habe ich irrsinnig schlecht geschlafen, so geht es mir immer bei Vollmond. Manche Leute halten das für völligen Unsinn, aber viele andere klagen genauso über Schlaflosigkeit wie ich. Dass man bei Vollmond schlecht schläft, kann man auch immer wieder lesen, eine Einzelerscheinung ist es also offensichtlich nicht. Aber woran liegt es?" (red)

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der mond ist da - ob er nun angeleuchtet wird oder nicht. mondsüchtigkeit (wenn es sowas gibt) ist pure einbildung/autosuggestion

weil ich dann immer diesen unbändigen Drang zum Losheulen verspüre, gepaart mit dem Jucken des plötzlich wachsenden Fells ist da an Schlaf nicht zu denken.

Ich bin

mondsüchtig un brauch ne entziehungskur

Warum raubt uns der Vollmond den Schlaf?

Weil er selbst die ganze Nacht nicht schlafen kann.

Falls bei einer Mehrheit der Frauen der Zyklus

wirklich mit dem Mondstand parallel geht, dann könnte es zumindest bei einer Mehrheit der Frauen auf Hormonbasis bei Vollmond zu Schlafproblemen kommen. FALLS! Indirekt, über gerochene Hormone könnte sich das dann auch auf die Männer auswirken. Eventuell, falls erstere Annahme überhaupt der Wirklichkeit entspricht.

ES ist hell => wenn es hell ist schläft man nicht so leicht ein => vollmond sehr hell

oder weis jemand anderer warum man an trüben tagen so ermattet ist??

ich vermute das hängt mit dem Vitamin Haushalt zusammen (Vitamin B)

du bist aber nicht ich oder????

müdigkeit

melatoninmangel.

kaffee in der zweiten tageshälfte - deutlich weniger melatonin - weniger tiefschlaf.

durch licht wird melatonin abgebaut.
bereits das licht, das durch die augenlider dringt, reicht aus, den schlaf zu stören.

da gibt es auch bestrahlungslampen (mit extremer lichtstärke). sollen gut sein, um das restmelatonin (aus der nacht) rasch abzubauen. man könnte natürlich auch auf eine helle wolke schauen.

das liegt am mond.

ja, wirklich.

Helligkeit

Ich schlafe viel besser, wenn es dunkel ist. Vielen Dank allen Österreichern und -innen bei diesem Thema auch für die Lichtverschmutzung!

Weil mich der Vollmond an etwas erinnert:

Ich bin schon ganz nahe an der Lösung sagt mein Gefühl. Ich zerbrech mir bei Vollmond (der erinnert mich immer an das Problem) den Kopf darüber, daß es irrsinnig schwer ist, kein Auge nicht zuzubringen.
Aber das Gegentheil ist genauso schwer: kein Auge zuzubringen.
Woher soll ich bloß kein Auge nehmen?

alles nur einbildung

wenn man sich für den mond nicht intressiert, dann schläft man unabhängig vom mond gut oder schlecht...egal welche phase er gerade hat.

außerdem ist der einzige unterschied astronomisch, daß eine andere fläche des mondes von der sonne angestrahlt wird...d.h. außer dem mehr/weniger abgestrahlten licht bleiben alle sonstigen einflußparamter des mondes auf die erde konstant.

wer natürlich vor einer vollmondnacht schon tage vorher sagt:"da werde ich schlecht schlafen können" der geht schon mit dieser erwartung ins bett und dann erfüllt sich diese natürlich, weil man durch die erhöhte aufmerksamkeit schlechter schläft.

ja schon...


aber irgendwie...

so brave korrekte erklärungen lassen mich sogar bei vollmond einschlafen.

Grundsätzliche Zustimmung, aber

es gibt einen astrophysikalischen Unterschied, der mit der Beleuchtung nichts zu tun hat: der Schweremittelpunkt von Sonne, Mond und Erde veschiebt sich mit der Mondphase, aber auch mit der wechselnden Entfernung des Mondes (die nicht mit der Mondphase zusammenfällt). Auf diese Weise entstehen Springfluten.

Auf den Schlaf hat dies natürlich keine Auswirkung.

Schwerer Middelpnukt

Da solltens aber im Sommer depressiv werden. Denn da ist die Erde weiter von der Sonne weg. Und die Sonne ist viel schwerer als der Mond.

genau. im sommer ist die erde viel weiter weg von der sonne als im winter. deswegen ist es im sommer ja auch so warm

wie ist es richtig erklärt?

Aber dafür um vieles weiter weg

Die gravitationale Wirkung des Mondes ist ca. doppelt so stark.

Aber was soll das mit Depressionen zu tun haben?

Weil ja das Sonnenlicht

schwächer wird. Seine Intensität nimmt mit dem Quadrat der Entfernung zur Sonne ab. Deshalb braucht man im Sommer Lichttherapie.


In Wirklichkeit sind wir hormongesteuert. Von den Hormonen der Frauen. Und die ticken mit dem Mond.
Kommen doch signifikant mehr Kinder bei Vollmond zur Welt. Und bei der Schwangerschaftsdauer rechnen die immer von der letzten Menstruation weg.
Drum sitzen bei Vollmond soviele Männer im Wirtshaus (das stimmt!) und sagen, daß sie bei ihrer Frau nicht schlafen könnten. Bei ist unter die Synonyme für mit aufzunehmen. Bei Vollmond jedenfalls.

Alle diese behaupteten Zusammenhänge mit den Mondphasen sind widerlegt

Siehe dazu: http://dermond.at/mondphasen.html

Wenn Sie eine jener Frauen, die behaupten, Ihr Zyklus richte sich nach der Mondphase, fragen, wie lange dieser sei, werden Sie in den meisten Fällen "28 Tage" zur Antwort bekommen. Ein voller Mondzyklus (von Vollmond bis Vollmond) dauert aber 29,53 Tage.

Die Variation der Lichtintensität zwischen Perihel und Aphel ist viel zu gering, um signifikante Auswirkungen auf die menschliche Psyche zu haben. Auf der Nordhalbkugel wird dies dazu durch den viel stärkeren Effekt der Tageslänge ins Gegenteil verkehrt.

die deformierungen, die bei neumond oder vollmond an der erde auftreten (ich meine auch an der "festen" kruste), sind wohl maximal. könnte sich das eventuell auf erdstrahlen auswirken?

Welche Erdstrahlen?

Meinen Sie "so eine Art Energie", die jedes selbsternannte Medium wahrnehmen kann, die aber auf wundersame Verweise verschwindet, sobald man ihr mit wissenschaftlichen Meßinstrumenten zu Leibe rücken möchte?

"so eine Art Energie", "selbsternanntes Medium"
mir fallen am Gehsteig oft Leute auf, die tatsächlich nicht spüren wenn jemand hinter ihnen geht, nichtmal wenn man schon 20cm an ihnen pickt.
Ich spüre andere Menschen auch auf Distanz sehr stark oder bestimmte Plätze, und kann mir gut vorstellen warum z.B. ein Blinder, mit verschärften Sinnen, sagen kann wieviele Personen sich (schweigend) in einem Raum befinden.
Ich denke es gibt, abgesehen von Liebe, noch andere Energien von denen die Physik keine Ahnung oder Erklärung hat.

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