Niedersachsen unterstützt Verbot von "Killerspielen"

15. Jänner 2007, 14:32
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Innenminister Uwe Schünemann (CDU): "Angesichts der Brutalität mancher Videospiele sei es notwendig, Zeichen zu setzen"

Niedersachsen will einer Zeitung zufolge die bayerische Bundesratsinitiative zum Verbot so genannter "Killerspiele" für Computer unterstützen. Angesichts der Brutalität mancher Videospiele sei es notwendig, Zeichen zu setzen, zitierte die "Berliner Zeitung" (Mittwoch-Ausgabe) Innenminister Uwe Schünemann (CDU). Dazu gehöre, die rechtliche Grundlage dafür zu schaffen, dass diese Spiele in Deutschland nicht mehr verbreitet werden dürfen. Allerdings könne dies nur ein Baustein sein. Gleichzeitig müsse die Medienkompetenz von Eltern und Schülern gestärkt werden, um die Resonanz solcher Spiele zu mindern.

Ablehnung

Die Grünen lehnten den bayerischen Vorschlag ab. Auch nach einem Verbot ließen sich entsprechende Spiele problemlos aus dem Internet herunterladen, sagte der Geschäftsführer der Grünen-Fraktion im Bundestag, Volker Beck, der "Netzeitung". Außerdem befürchte er, "dass Jugendliche von Verbotenem eher angelockt als abgeschreckt werden".

Paragraph

Bayerns Innenminister Günther Beckstein (CSU) plant nach Angaben seines Hauses vom Dienstag, den Gewaltverherrlichungs-Paragraphen im Strafgesetzbuch so auszuweiten, dass die Herstellung und Verbreitung "menschenverachtender, virtueller Computerspiele" mit bis zu einem Jahr Haft geahndet werden kann. (reuters)

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