Puppenkauf auf Russisch

6. Februar 2007, 15:33
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All die Stammkunden, die da dem Ruf von "Chanel" und Jeannine Schiller gefolgt waren, wurden binnen Minuten zu Statisten

Wenn Russland und Schanghai streiten, dann freut sich das Hilfswerk Österreich. Und zwar über 13.600 Euro. Denn all die Wiener Stammkunden, die da Dienstagabend am Wiener Kohlmarkt dem Ruf von "Chanel" und Jeannine Schiller gefolgt waren, wurden binnen Minuten zu Statisten: Schiller hatte zur Versteigerung dreier von Karl Lagerfeld "eingekleideter" Bearbricks-Puppen geladen: "Ich wusste vorher nicht, was eine Bearbricks-Puppe ist, aber man hat mir gesagt, dass das wild umkämpfte Sammlerstücke sind - und wenn da viel Geld zusammenkommt, ist mir das nur recht", hatte Schiller vorher gesagt - und mit "4000, vielleicht 5000" Euro gerechnet.

Doch es kam anders: Ein (im Übrigen als einziger Mann ganz in Chanel gewandeter) Jüngling aus Schanghai lieferte sich mit einer aus Moskau telefonisch bietenden Dame ein hartes Duell. Befürchtungen, die Telefonbieterin könnte sich in Luft auflösen, entkräftete dann eine bis dahin unauffällige Dame im Shop: Die Mutter der Puppenkäuferin stand auf, zahlte und nahm die Puppen mit. So als hätte sie gerade eine Barbie gekauft. (rott, DER STANDARD Printausgabe, 06.12.2006)

  • Lagerfelds Puppe in Schillers Charity-Händen bei Chanel
    foto: rott

    Lagerfelds Puppe in Schillers Charity-Händen bei Chanel

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