Rauch-Kallat dementiert: Keine Änderung der Fristenlösung

9. Juli 2000, 15:03

ÖVP-Generalsekretärin: Wir lehnen die strafrechtliche Verfolgung von Frauen ab

Wien - Die ÖVP strebe keine Änderung der Fristenlösung an, betonte Generalsekretärin Maria Rauch-Kallat am Sonntag in einer Aussendung. Die gesetzliche Fristenlösung werde von der ÖVP respektiert und "wir lehnen die strafrechtliche Verfolgung von Frauen ab".

Zu diskutieren sei allerdings die derzeit geltende eugenische Indikation, also die uneingeschränkte Möglichkeit der Abtreibung von behinderten Kindern bis zur Geburt. Dies sei menschenverachtend und werde von der ÖVP abgelehnt. "Das erinnert an dunkle Zeiten unserer Geschichte, in denen behindertes Leben als lebensunwert eingestuft wurde". Sie könne sich nicht vorstellen, dass die SPÖ eine derartige Regelung, die auch von allen Behindertenverbänden abgelehnt werde, gut heiße. "Es ist inakzeptabel, dass behindertes und nicht behindertes Leben ungleich behandelt wird. Das widerspricht den Menschenrechten", so Rauch-Kallat. (APA)

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