13. Welt-Aids-Konferenz tagt erstmals in Südafrika

9. Juli 2000, 14:56

Die UN-Konferenz kritisiert schlappe Anti-Aids-Politik in Entwicklungsländern

Durban - Die 13. Welt-Aids-Konferenz der Vereinten Nationen beginnt am Sonntag in der südafrikanischen Hafenstadt Durban. Im Mittelpunkt der sechstägigen Konferenz steht die Ausbreitung der Immunschwächekrankheit in den Ländern der Dritten Welt. Mehr als 90 Prozent der mehr als 34 Millionen HIV-Infizierten lebt in Entwicklungsländern. Allein in Schwarzafrika tragen 24,5 Millionen Menschen den Aids-Erreger in sich, was 70 Prozent der weltweiten Infektionsrate entspricht.

In Afrika sind vor allem junge Frauen von dem tödlichen Virus befallen, bei 25-Jährigen sind mancherorts bis zu 58 Prozent einer Generation betroffen. Die 11.000 KonferenzteilnehmerInnen treffen sich erstmals in einem Entwicklungsland. Südafrika, das mit 4,2 Millionen weltweit die meisten HIV-Infizierten zählt, wird von WissenschaftlerInnen wegen seiner besonders nachlässigen Anti-Aids-Politik kritisiert.
(APA)

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