Kunst-Aufarbeitung

2. Jänner 2007, 14:08
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BIG inventarisiert ihre Liegenschaften: Aus allen Epochen stammen die vielen erfassten Kunstwerke

Wien - Ein Wandmosaik von Herbert Schmalix aus 1985, das einen langen Gang der Universität Innsbruck schmückt, frühromantische Fresken im Wiener Palais Porcia oder obiges Wandgemälde im Bregenzer Finanzamt: Aus allen Epochen stammen die Kunstwerke, die die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) im Zuge der Inventarisierung ihrer Liegenschaften seit dem Frühjahr dieses Jahres erfasst hat.

250 von rund 1000 Häusern, in denen Kunstgegenstände vermutet werden, wurden bereits besichtigt. Bis auf die vier Deckengemälde im Wiener Palais Sturany, von denen zumindest eines Gustav Klimt zugeschrieben wird (der Standard berichtete), blieben große Wiederentdeckungen aus.

Dafür wird nun bis Ende 2008 allerlei "nennenswertes" Kleinod in einer Datenbank erfasst, darunter bisher 60 Plastiken, 20 Gemälde und 120 Stuckausstattungen. Inventarisiert werden außerdem Luster, Uhren, Kachelöfen, Brunnen, Denkmäler, Wappen, Fassadenreliefs und Stiegengeländer. Der Wert wird auf rund 100 Millionen Euro geschätzt. Ziel ist neben der lückenlosen Dokumentation die langfristige Erhaltung der Kulturgüter für die Allgemeinheit. (kri/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 2./3.12. 2006)

  • Kunst im Finanzamt Bregenz: Zuerst die Arbeit (unten), dann das Vergnügen (oben) - so stellte Leopold Fatz den Weg der Steuern in den 50er-Jahren dar.
    foto: standard/kunstverwaltung

    Kunst im Finanzamt Bregenz: Zuerst die Arbeit (unten), dann das Vergnügen (oben) - so stellte Leopold Fatz den Weg der Steuern in den 50er-Jahren dar.

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