"Der iPod ist das trojanische Pferd im Windows-Lager"

16. März 2007, 10:24
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Apple-Computernutzer aber immer noch überdurchschnittlich alt

Apple-Computeranwender sind überdurchschnittlich alt, aber mobil. Das sind die Ergebnisse einer neuen Marken-PC-Studie des Marktforschungsinstituts MetaFacts für den US-Markt im Jahr 2006. So ist mit 46 Prozent beinahe die Hälfte aller Mac-User über 55 Jahre alt. Der Vergleichswert bei den anderen abgefragten Computermarken liegt bei 25,2 Prozent. Uneinig sind sich die Branchenexperten immer noch über die Strahlkraft des Apple-Flaggschiffes iPod auf andere Produkte wie MacBooks oder iMacs. Beim Konzern selbst zeigt man sich hingegen überzeugt, dass der iPod für die Markenidentität von unschätzbarem Wert ist.

"Der iPod fungiert als trojanisches Pferd im Windows-Lager"

"Der iPod fungiert als trojanisches Pferd im Windows-Lager", fasst Apple-Sprecher Georg Albrecht im pressetext-Interview die Bedeutung der Player-Ikone zusammen. Durch die Verbindung mit der dazugehörigen Software iTunes, die Apple seit mehreren Jahren auch für Windows anbietet, habe man die Marke sowie das damit verbundene Image weiteren Anwenderkreisen näher bringen können. "User, die iTunes schätzen gelernt haben, sind natürlich auch eher bereit von einer Windows-Plattform zu Macintosh und Apple zu wechseln", so Albrecht.

Boot-Camp

Mit dem 2006 gestarteten Boot-Camp-Experiment, das Mac-Anwendern die Parallelinstallation des Mac- und Windowsbetriebssystems erlaubt, will man potenziellen Umsteigern den Wechsel zusätzlich erleichtern. Gerüchte, dass Apple zukünftig mit rein windowsbasierter Hardware sich einen größeren Markt eröffnen könnte, hat das Unternehmen bisher stets heftig dementiert. Boot Camp löse das Problem, dass vereinzelte Anwendungen bisher nur als Windows-Lösung existierten. Auch werde dadurch die eigene Position bei öffentlichen Ausschreibungen verstärkt, so Apple.

"Das ist ein Vorurteil, mit dem wir tatsächlich immer wieder konfrontiert werden."

Aufräumen will Apple auch mit dem Image, dass die eigenen Produkte zwar leistungsfähig und schön, aber auch teuer sind. "Das ist ein Vorurteil, mit dem wir tatsächlich immer wieder konfrontiert werden. Gerade durch die Umstellung auf Intel-Prozessoren ist es aber so, dass wir uns preis-leistungsmäßig überhaupt nicht verstecken brauchen", so Albrecht. Hier liege es sicher auch am Unternehmen selbst, diesen Umstand in der Öffentlichkeit deutlicher darzustellen, sieht der Apple-Sprecher noch Optimierungspotenzial. (pte)

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