Integration und "zweite Generation"

30. November 2006, 16:09
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Eine einmalige Chance bietet das internationale Forschungsprojekt TIES (The Integration of The European Second Generation) noch bis 15. Dezember: 14 Forschungsstipendien zum Thema Integration werden vergeben. 12 davon für DoktorandInnen mit einer 3-Jahresfinanzierung und zwei für Post-Docs mit einer 2-Jahresfinanzierung.

TIES untersucht die "zweite Generation" MigrantInnen in acht europäischen Ländern, im besonderen die Nachkommen von EinwanderInnen aus der Türkei, Ex-Jugoslawien und Marokko. Im Mittelpunkt steht das Thema Integration, wobei sowohl die wirtschaftliche und soziale Situation als auch Bildung und Identität näher beleuchtet werden. Da es kaum international vergleichbares statistisches Material über die zweite Generation gibt, ist das Hauptziel, den ersten systematischen und komparativ angelegten Datensatz mit mehr als 10.000 Respondenten in fünfzehn europäischen Städten zu erstellen – relevant nicht nur für ein besseres Verständnis der Integrationsverhältnisse in Europa, sondern auch für die Entwicklung von zielgerichteten politischen Maßnahmen auf allen Ebenen. Die Ergebnisse werden auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene mit einer großen Bandbreite von WissenschaftlerInnen, PolitikerInnen und anderen zivilgesellschaftlichen AkteurInnen diskutiert werden.

Graduierte mit Migrationshintergrund in der Türkei, Ex-Jugoslawien und Marokko sollen besonders ermutigt werden, sich zu bewerben. Da es um die Mobilität der ForscherInnen geht, können sich InteressentInnen in allen Ländern außer dem eigenen (Staatsbürgerschaft) bewerben. Eine Ausnahme wäre, wenn sie länger als vier Jahre von den letzten fünf Jahren außerhalb dieses Landes verbracht hätten.

Die Bewerbungsfrist endet am 15. Dezember 2006. (red)

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Alle Infos zur Ausschreibung unter www.imiscoe.org/ties
  • Alle Informationen zu den Stipendien als PDF zum Download

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