Die Liste

26. Jänner 2007, 16:28
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Ein "Fremdenrechtskrimi" - produziert von und mit Mitgliedern von "Ehe ohne Grenzen"

"Mögen andere Länder Kriege führen, du glückliches Österreich heirate": Dieser Satz, der Kaiser Maximilian I. in den Mund gelegt wird, bildet in seiner lateinischen Variante den Beginn von "DIE LISTE", eines 40-minütigen Films von und mit österreichischen Frauen in binationalen Ehen.

Der Einstieg ist treffend gewählt: Denn ein überwiegender Teil der im Film vorgestellten Männer wird in ihrer Heimat verfolgt. In Österreich erwarteten sie sich Schutz durch Asyl - in vielen Fällen vergeblich. Also wählten einige den Weg, mit ihren österreichischen PartnerInnen zum Standesamt zu gehen.

Begrenztes Recht

DIE LISTE zeigt persönliche Geschichten, die auf ein grundsätzliches Problem des Fremdenrechts aktueller Fassung hinweist: Das verbriefte Recht auf Schutz des Familienlebens gilt, so lassen es die Fallgeschichten des Films vermuten, für Paare mit (zumindest) einem/einer Drittstaatsangehörigen nur sehr begrenzt.

Frauen in binationalen Partnerschaften nahmen die Kamera in die Hand und richteten sie auf die realen Auswirkungen der letzten Niederlassungsverordnung. Der Film präsentiert die Chronologie der Ereignisse von Jänner bis Oktober 2006, zeigt Betroffene, die selten verbittert, meistens hoffnungsvoll, oft ironisch und immer wütend sind. (mas)

  • Der Film "DIE LISTE" kann auch unter film@ehe-ohne-grenzen.at angefordert werden
    foto: ehe ohne grenzen

    Der Film "DIE LISTE" kann auch unter film@ehe-ohne-grenzen.at angefordert werden

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