SPÖ will ein Verbot blutiger Mensuren

Redaktion, 01. Dezember 2006 09:33
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    Foto: apa/pfarrhofer

    Die steirische SPÖ prüft ein Verbot schlagender Burschenschaften.

  • Der Antrag der SPÖ-Steiermark auf "Verbot schlagender Verbindungen sowie verstärkter Kontrolle der Wiederbetätigung"

Bund soll Möglichkeit einer Strafverfolgung schaffen – Auch "Extrempiercing" in Diskussion - Der Antrag zum Download

Graz/Wien – Die im Internet und TV veröffentlichten Bilder blutender Jugendlicher in einem Keller in Knittelfeld, die sich im rituellen Fechtkampf verletzt hatten, lösten in der Steiermark einen politischen Nachdenkprozess aus.

Die SPÖ will das seit Jahrhunderten von schlagenden Burschenschaften praktizierte, meist blutig endende Mensuren-Fechten nun verbieten lassen. Zumindest für Jugendliche, die sich in Pennälerverbindungen "schlagen". Die Sozialdemokraten, animiert von ihrem Jugendsprecher Johannes Schwarz, formulierten einen Antrag an die Landesregierung, sie möge im Bund ein Verbot von Mensuren, vordringlich um Minderjährige zu schützen, erwirken. SPÖ-Landtagsklubchef Walter Kröpfl zum STANDARD: "Ich war bestürzt und betroffen, als ich diese Bilder gesehen habe. Hier muss die Gesellschaft einschreiten und die Jugendlichen schützen."

Rechtlich ist das blutige Fechten durchaus erlaubt. Der Leiter der Staatsanwaltschaft Leoben, Peter Hödl, wies im STANDARD-Gespräch auf die strafrechtlichen Möglichkeiten der "freiwilligen Eigenverletzung" hin. Das gelte auch für Jugendliche, die wie Volljährige das Recht hätten, über ihren Körper zu verfügen. Ein zentraler Punkt sei auch, dass Mensuren "nicht gegen die guten Sitten verstoßen". Diese "guten Sitten" seien nicht verletzt, da es sich um ein gesellschaftlich akzeptiertes Ritual handle und daher auch nicht strafrechtlich relevant sei. Hier will Politiker Kröpfl nun ansetzen.

Blutige Mensuren sollen als "sittenwidrig" erklärt und damit auch verfolgt werden könne. Der Strafrechtler Peter Schick von der Uni Graz sieht darin tatsächlich eine Möglichkeit, Mensuren zu verbieten. Wenn das Parlament mehrheitlich befindet, dass eine studentische Mensur nicht den guten Sitten entspricht, wären damit Mensuren verboten, argumentiert Schick. Verfassungsexperte Heinz Mayer glaubt , dass im Grunde bereits das Jugendschutzgesetz ausreichen könnte, um "schlagende" Vereine auflösen zu können.

Piercing verfolgen

Wie Kröpfl sieht Mayer nicht nur die Mensuren, sondern auch Extremformen des Piercings für strafrechtlich problematisch. Mayer: "Extrempiercing sehe ich durchaus als Problem, zumal dies auch eine Art Körperverletzung darstellt." SP-Politiker Kröpfl: "Auch dieses Problem müsste man sich anschauen." (Walter Müller/DER STANDARD, Printausgabe, 1. Dezember 2006)

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Posting 1 bis 25 von 936
mikep13
07.12.2006 14:55
In Zeiten von

Tattoos, Piercing, Branding, Cutting soll eine Mensur verboten werden? Und gerade in der linken Szene trägt man so gerne Piercings. Ist ja auch Selbstverstümmelung, denn eine Schlosserei im Gesicht ist ja nicht Gott gegeben.

Wasteland
07.12.2006 13:55
Auch kein Verbot, im Gegenteil

eine Verpflichtung, dass Mensuren so anzubringen sind, das der Mensurierte daran unmittelbar verstirbt. Dann haben wir es nur mehr mit der Hälfte dieser Geheimbündlerischen Mafia zu tun.

Sonnleitner Josef
06.12.2006 18:03
Kein Verbot, denn

die z.T. entstellenden Narben erleichtern mir nur, diesen netten Herren, auch wenn sie gerade nicht ihre schicken Mützchen tragen, mit dem gebührenden Respekt zu begegnen. Ein altes Sprichwort besagt schon: "Irgendwann sieht jeder so aus, wie er es sich verdient hat." Ihr könnt stolz sein auf euren Mut und eure Tapferkeit!

Polit Sensitiv
05.12.2006 07:04
Das Verbieten wird schon zur Psychose!

Nicht alles ist zu unserem Besten. Ein goldener Käfig ist immer noch Käfig.

Lasst uns etwas Freiheit - oder wir werden sie zurückerobern.

Wasteland
07.12.2006 13:57
Stimmt

und wie ich weiter oben vermerkt habe, würde eher eine Verpflichtung helfen als ein Verbot.

Placebo
 
05.12.2006 00:03
Beschneidung VS Säbelrasseln

Wie es scheint zeigt manch Freund solch blutiger Rituale gerne auf Moslems und Juden, die sich angeblich selbstverstümmeln um ihre Selbstzerfleischung zu rechtfertigen.

Hier einpaar Infos zur Beschneidung:
Kurz gefasst und schnell gelesen.

Sonst reden sie uns allen noch ein, den Kindern der Moslems und Juden würden die ganzen Penisse bei vollem Bewusstsein abgesäbelt werden und sich zu tode lachen wenn es einer glaubt...

http://tinyurl.com/tlo77

Machtjan X
06.12.2006 07:41

Welche Anästhesie hatten die Erfinder der Vorhaut-Beschneidung vor 2.600 bis 3.800 Jahren in Ägypten oder am Berg Sinai? Holznarkose?

Wasteland
07.12.2006 13:58
Soweit mir bekannt ist, Haschisch

Machtjan X
07.12.2006 20:20

Ist das so wirksam? Dann werden die Analgetica und Anästhetika erzeugenden Pharma-Firmen für die Aufrechterhaltung des strikten Verbotes zu sorgen trachten.

Gilgamesh
05.12.2006 13:10

Diese Beschneidungen fußen eigentlich auf hygienischen Gründen.
Denn sie haben sich im Nahen Osten entwickelt.
Also einem Gebiet, wo Wasser nicht gerade im Überfluss existiert und somit Hygiene nicht sonderlich gut praktiziert werden kann.
Nun kann sich jedoch gerade unter der Vorhaut so mancher Krankheitserreger gut vermehren und dies unterbindet man mit der Beschneidung...

Während diese geistigen Pantoffeltierchen aus antiquierten „Männlichkeitsritualen“ verstümmeln.....
Ebenso, wie dieser lächerliche Blutzirkus, ist auch deren Weltbild antiquiert....

Chien de Pique
05.12.2006 14:48
Das erscheint mir als modernistische Rationalisierung,wie jene, dass das Schweinefleisch verboten sei nur wegen der Trichinen, die das Tier verbreite, und der Flurschäden, die es oft anrichte.

Sie glauben doch nicht wirklich, dass man vor Jahrtausenden, als man ernsthaft glaubte,Häuser könnten an Lepra erkranken und Gestirne seien für Krankheiten verantwortlich, viel von Hygiene verstand?
Wie hätte man von Krankheitserregern wissen können, als noch nicht einmal die grundfalsche Miasmentheorie erfunden war?
Die gemeinten (umstrittenen) Erkenntnisse zum Nutzen sind ja auch aus unserer Zeit!
Die ältesten Belege hingegen stammen aus Ägypten - wo gerade die Sklaven beschnitten wurden... um deren genitale Gesundheit man sich wohl kaum besonders sorgte.
Im Islam gibt es die Beschneidung angeblich, weil Mohammed und andere Propheten selbst mit einer fehlenden Vorhaut zur Welt kamen; selbstredend ist der Hintergrund ein ritueller.

aufzieh vogel
06.12.2006 10:52

<wo gerade die Sklaven beschnitten wurden... um deren genitale Gesundheit man sich wohl kaum besonders sorgte. >
ihnen ist vielleicht nicht bekannt, dass schwangere sklavinnen doppelt so viel wert waren. sehr wohl ist da um gesundheit gegangen.

Hubert Ungeist
06.12.2006 13:36
Na ja schwangere Sklaven waren in den seltensten Fällen Männer..

aber sie haben Recht. So ein Schreibsklave im alten Rom war verdammt viel wert, und wurde darum sehr gut behandelt.

Chien de Pique
06.12.2006 14:46
Aber wir reden von Ägypten.

Gilgamesh
05.12.2006 15:36

Alle "göttlichen Regeln" unterliegen einem rationalem Grund und wurde danach nur göttlich.... ;)

Ist ja nicht verwerflich.....

Polit Sensitiv
05.12.2006 06:10
Warum macht das der Betroffene nicht selber?

Religionsfimmel als Betäubung genügt doch!

Chien de Pique
05.12.2006 01:31
Ich weiß nicht, ob sich sonst jemand ebenfalls in diesem Sinne zu Wort gemeldet hat: dass Sie mich als Freund blutiger Rituale einstufen können, wo ich

ganz klar allenfalls ein Freund der Freiheit und Gegner von so scheinheiligen wie überflüssigen, in Wahrheit ideologisch motivierten Verboten bin.Was die auch u.U.klare Vorteile habende Zirkumzision (im I. angeblich eingeführt als Kompensation einer angeborenen Missbildung beim Religionsstifter!) betrifft, ursprünglich wohl sublimiertes Menschenopfer und Sklavenstigma, von mir angeführt allein um die Ungerechtigkeit und Inkonsequenz des fraglichen roten Verbotes zu demonstrieren: es gab und gibt Komplikationen, vor allem wenn Menschen ohne ärztliche Ausbildung involviert sind;
Betäubung war nicht immer selbstverständlich - wie auch?; es gab auch Todesfälle - und daher in Schweden und Finnland eine gravierende Einschränkung der Praxis.

Placebo
 
05.12.2006 02:06

Chien de Pique..ich meinte da nicht speziell dich.

Hab aber ganz andere Absurditäten gelesen. Zum Teil hier, zum Teil in anderen Foren.

Da fragt man sich, sind die Leute echt so dumm oder verbreiten sie nur gezielt Unwahrheiten?

Als ob die FPÖ alle bei der RFJ beauftragt hätte die selben Texte überall in die Foren zu tippen...viele UNwahrheiten aber das kümmert sie nicht.

Mir kams eben vor als wäre das nur gut um vom derzeitigen Problem der FPÖ abzulenken.

Die FPÖ ist für mich keine Partei die es zu verteidigen gilt...nur weil die SPÖ nicht immer nen tollen Job macht ist es für mich kein Grund eine NS-Ideologien nachtrauernden Partei für gut zu befinden.

Die würdens nur noch schlimmer machen...immer auf dem RÜcken der schwaächsten.FPÖ

Placebo
 
05.12.2006 02:01

Beschneidung wir in unseren Breitengraden unter Narkose durchgeführt.

Einzelfälle zählen nicht.

Schliesslich wärs mir auch nicht Recht die ganze medizinische Versorgung abzuschaffen wenn einmal ein Pfuscher jemanden zu tode "rumoperiert".

Wer sein Kind bei Laien beschneiden lässt kanngleich zu einem Metzger gehen.

Ich traue den MOslems mehr Verstand und Verantwortungsbewusstsein zu als wahrscheinlich du.

Vielleicht daher, weil ich viele kenne und ganz so dumm sind sie nicht wie immer genr behauptet wird...viele haben auch ohne akademische Grade viele Weisheiten auf Lager...nur nutzen die hier eben nicht viel, da oft nur auf Diplome und Ausbildung geschaut wird...auch ohne gibts sehr schlaue Leute :-)

Und Deppen sind Deppen...überall!

o2vie
05.12.2006 21:22

"Ich traue den MOslems mehr Verstand und Verantwortungsbewusstsein zu als wahrscheinlich du."

Du solltest lieber nicht von Verstand sprechen, lieber, liebe Placebo.

konski
04.12.2006 17:10
menschen mit schmiß

wären mir ja scheißegal
nur wenn die dann zB volksanwalt werden und de facto der schmiß für sie der legalen version eines hakenkreuzes gleichkommt, dann frag ich mich schon, was hab ich von so einem zu erwarten und von so einer gesellschaft die alles in ihren verfassungs und auffassungsbogen gelten läßt.
verbieten bringt nix? sicher nicht, wenn lauter schmissige in den gerichten in der legislative und exekutive sitzen...

depperte kostümheinis solln zu den pfadfindern gehn!

o2vie
05.12.2006 21:29

würden anhänger der sozialistischen partei bzw. der grünen mehr anspruchsvolle studien wie rechtswissenschaften studieren anstelle ihre zeit mit pseudostudien wie soziologie, psychologie, pädagogik, pädak zu vergeuden, dann würden man die linken genossen nicht nur auf der anklagebank wiederfinden.

Wasteland
07.12.2006 14:08
Selbstredend

Menschen sind ja völlig unwichtig. Viel wichtiger ist das Recht und das Gesetz. Sich über Menschen zu informieren ist reine Zeitverschwendung. Calvinisten wie Ihnen gehts um was ganz anderes.

Leute wie Sie haben sicher die Gerichte der Nazis bevölkert und Menschenfreunde (linke Genossen) von der Anklagebank zum Schafott befördert. Nur weil Gerichte bestimmte Menschen auf die Anklagebank bringen heisst das nicht, dass die Gerichte damit im gerecht wären. Die vertreten nämlich nicht die Gerechtigkeit, sondern das jeweils gültige Gesetz.

Ein wenig Bildung würde gerade Ihnen nicht schaden. Links zu sein ist ein Zeichen von Kompetenz. Rechts zu stehen ein Zeichen von fehlender Erfahrung und geringer Intelligenz.

Placebo
 
06.12.2006 22:29

o2vie

Das alles soll verwerflich sein?

Ich will nciht wissen was in deinem Kopf vorgeht...da du Psychiater ablehnst, wird dir in absehbarer Zeit nicht geholfen werden können.

Aber vielleicht hilfts dir, wenn ein Buchhalter einpaar Zahlen vorliest...manche fühlen sich danach auch gleich viel wohler, Psyche oder sonstige Gefühle scheinen diesen Menschen fremd zu sein. Deshalb lehnen sie auch jede Wissenschaft, die sich damit beschäftigt ab.

Ist hinderlich wenn man Menschen ausbeuten will, wenn da soviele zur Stelle sind und sagen, so nicht!

Du armer Kerl. ;-)

metall81
07.12.2006 07:46
?????

Ich glaube Sie sollten von Placebo auf richtige Medikamente umsteigen.

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