TU Graz kooperiert mit chinesischer Uni und Siemens

5. Jänner 2007, 11:22
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Erstmals auch Industrie-Partner eingebunden - steirische Hochschule baut Asien-Aktivitäten aus

Graz - Die Technische Universität Graz hat zusammen mit Siemens Transportation Systems (STS) eine Kooperationsvereinbarung mit der chinesischen Universität Tongji unterzeichnet. Eine Zusammenarbeit zwischen einzelnen Instituten gab es bereits, nun ist auch erstmals ein Partner aus der Industrie beteiligt. Forschungsprojekte sollen nun gemeinsam abgewickelt werden.

"Das wirtschaftliche Wachstum Chinas erfordert den ständigen Ausbau der Infrastruktur auf immer höherem Niveau. Der Fokus der Zusammenarbeit liegt daher im Bereich Transportwissenschaften, einem Schwerpunkt an der TU", erklärte TU-Rektor Hans Sünkel. Angedacht sei auch eine Ausdehnung auf dem Gebiet "Biomedical Engineering". Neu sei, dass man diesen Schritt gemeinsam mit einem Partner aus der Industrie mache, sagte der Rektor.

Für ein internationales Unternehmen wie Siemens Transportation sei der Schritt die "logische Fortsetzung und weitere Qualitätssteigerung in der universitären und wissenschaftlichen Zusammenarbeit", so STS-Geschäftsführer Andreas Gerstenmayer.

Längerfristige Zusammenarbeit

Mit der Vereinbarung soll der Grundstein für eine längerfristige Zusammenarbeit gelegt werden. Neben dem Austausch von Studierenden und Wissenschaftlern, der gemeinsamen Nutzung von Einrichtungen und Ressourcen sowie Praktikumsplätzen bei Siemens sollen Forschungsprojekte zusammen umgesetzt werden.

Die Universität Tongji zählt rund 54.000 Studierenden und gehört mit Standorten in Schanghai und Wuhan zu den Schwerpunktuniversitäten, die nach chinesischem Staatsbildungsprogramm zu weltbekannten Hochschulen aufgebaut werden sollen, hieß es.

Die TU Graz setzt mit der Kooperation mit Tongji ihre Aktivitäten in Asien fort: Bereits im Juni 2004 wurde eine Vereinbarung mit der koreanischen "Chungnam National University" in Daejeon unterzeichnet, eine Partnerschaft mit dem "Korea Institute of Construction Technology" besteht seit Anfang Dezember 2003. Mit Siemens verbindet die TU übrigens eine langjährige Partnerschaft im Bereich der Schienenfahrzeugtechnik. Das Unternehmen unterstützt die Hochschule bei Projekten materiell, gemeinsam betreibt man auch einen Schwingprüfstand am Campus der TU. (APA)

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    foto: ars electronica
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