"Esolda" ermöglicht intelligente Produktsuche im Netz

25. Jänner 2007, 10:17
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Praxisanwendung für das Semantic Web

Mit einer neuartigen Produktsuchmaschine will das Wiener Start-up-Unternehmen Smart Information Systems Konsumenten beim anstehenden Weihnachtseinkauf unterstützen. In vorerst vier Produktkategorien bietet "Esolda" einen umfassenden Überblick über unterschiedliche Modelle, Features und Preise von elektronischen Geräten und zeigt an, wo diese am günstigsten zu haben sind, erklärte Geschäftsführer Markus Lindner heute, Dienstag, im Rahmen eines Pressegesprächs anlässlich der Konferenz "Semantics 2006" in Wien.

Kundenorientierung und die Verwendung von Semantic Web-Technologien

Was Esolda von herkömmlichen Suchmaschinen unterscheide, sei die Kundenorientierung und die Verwendung von Semantic Web-Technologien, die Daten maschinen-interpretierbar darstellen. "Während Konsumenten bei einer Google-Recherche zu den Begriffen 'Handy', 'leicht', 'Kamera', 'billig' nur eine Fülle von Links erhalten, fragt Esolda zuerst nach den Wünschen des Kunden und liefert dann das passende Ergebnis in Form eines Rankings, indem Daten von Herstellern und Händlern kombiniert werden", skizzierte Lindner den Suchprozess.

Aufbereitung

Dafür sei es allerdings notwendig, dass beide Gruppen ihre Produkte in einer Daten-Form aufbereiten, die es auch Computern ermöglicht, den Sinn eines Begriffes zu verstehen, anstatt nur nach einem Stichwort zu suchen. Die Informationen kommen dann nicht mehr aus herkömmlichen HTML-Dateien, wie sie für Webseiten verwendet werden, sondern werden von den Herstellern und Händlern in einem vom World-Wide-Web-Konsortium (W3C) standardisierten Format bereitgestellt.

"Übersetzungs"-Methode

Bisher bieten das aber nur wenige Firmen an, weshalb sich Smart Information Systems noch anderer "Übersetzungs"-Methoden bedient, um die Daten für die Produktsuchmaschine zu gewinnen. "Von Excel-Tabellen bis automatisierter Web-Extraktion ist alles möglich. Doch das ist mühsam und zeigt die Grenzen dieser konventionellen Internet-Technologien auf", erklärt der junge Geschäftsführer, der das Projekt zusammen mit den drei Studenten der Technischen Universität (TU) Wien, Martin Schliefnig, Christian Weiss und Svetlana Hollerer, vor eineinhalb Jahren aus der Taufe gehoben hat.

Finanziert wird die Suchmaschine vorwiegend durch Werbung

Aus diesem Grund engagiert sich das Team auch im Rahmen der kürzlich gestarteten Initiative "ebSemantics", bei dem es gemeinsam mit Partnern wie der Wirtschaftskammer oder der Österreichischen Computer Gesellschaft Strategien entwickelt, wie die österreichische Wirtschaft fit für den E-Commerce gemacht werden kann. Für "Esolda" hat Lindner auf jeden Fall schon das geeignete Business-Modell parat. Finanziert wird die Suchmaschine vorwiegend durch Werbung. (APA)

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