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"Copy" und "Paste"
Internet, Suchmaschinen wie "Google" und die zunehmende Digitalisierung auch älterer Texte und Bücher machen es immer leichter, mit den Computer-Befehlen "Copy" und "Paste" fremde Texte und Textteile zu kopieren und ohne Quellenhinweis als eigene geistige Arbeit auszugeben. Wo das im breiten Stil angewendet hinführen würde, skizziert Weber so: "Eine vollständige Recycling-Textkultur ohne Hirn würde den intellektuellen Stillstand bedeuten: das ewige Re-Make des schon Existierenden." Doch noch gebe es "Content-Produzenten", die ihr Hirn noch einschalten und "den Rohstoff für die Plagiatoren liefern".
Aber Weber sieht auf Grund zahlreicher Umfrageergebnissen in den USA und Europa "erste Indikatoren für ein Problem von mutmaßlich gigantischer Dimension": Die verschiedenen Umfragen würden darauf hinweisen, dass "mindestens jeder dritte Studierende schon zumindest einmal in irgendeiner Form plagiiert hat" und auch 1,5 Prozent der Wissenschafter "Ideendiebe" seien.
Leitung
Ein Grundübel ortet Weber in der "Ergoogelung der Wirklichkeit". So glaubt der Medienwissenschafter, dass weit über 90 Prozent aller Recherchen für akademische schriftliche Arbeiten und Referate mit "Google" starten, was nicht das Problem wäre: Problematisch sei vielmehr, dass "eine unbekannte Anzahl von Studierenden mit der 'Google'-Recherche ihre Recherchetätigkeit insgesamt bereits wieder abschließen" und viele sich dazu verleiten lassen, die gefundenen Textsegmente gleich direkt eins zu eins und unzitiert in ihre Arbeit zu übernehmen.
Permanente Stichwortsuche bei Google könnte nach Ansicht Webers aber noch viel weit reichendere Folgen haben: eine Abnahme der Lesekompetenz, v.a. was das inhaltliche Erfassen längerer Textabschnitte betrifft. "Für das Leseverhalten könnte dies bedeuten, dass das sinnerfassende Lesen längerer Texte von einem mentalen Einscannen von Schnipseln abgelöst wird", so Weber.
"Kognitive Entlastung"
"Ernsthafte Probleme" gibt es nach Ansicht Webers aber nicht nur an den Unis, sondern auch im Journalismus, "mit der zunehmenden Intransparenz der Quellen bei Texten und Bildern, mit der sukzessiven Ersetzung des Recherchierens und Schreibens durch Content Management (inklusive permanentes Copy/Paste von Texten, sehr oft ohne Quellenreferenz)". Und auch dem Schüler würden Webseiten wie http://www.referate.de "zahllose Möglichkeiten der kognitiven Entlastung" bieten, wobei dabei vielfach Plagiate plagiiert würden.
Weber listet 18 Gründe auf, warum Copy/Paste und Textplagiate zu "neuen Kulturtechniken" avanciert sind, etwa abnehmende Lesekompetenz der Schüler, die omnipräsente Ablenkung durch Neue Medien, die Blindheit zahlreicher Lehrer für die fortgeschrittenen technischen (Betrugs-)Kompetenzen ihrer Schüler, fehlende Einführungen in wissenschaftliche Arbeitstechniken an Unis, Betreuungsinkompetenz bei Lehrenden, teilweise Faulheit und Dummheit der Studierenden, etc.
Kulturpessimistische Stimmung
Und weil es zur kulturpessimistischen Stimmung des Buches so schön dazupasst, spart Weber auch nicht mit Kritik an den Neuen Medien, die mit dem Google-Copy-Paste-Syndrom einen "besonders bedrohlichen Auswuchs" hervorgebracht und auch "unsere Lebensqualität in vielen Bereichen verschlechtert" hätten.
Doch der Medienwissenschafter hat noch Hoffnung, so lautet zumindest der Titel des letzten, einseitigen Kapitels: "Informationsdiäten" und "netzfreie Zeiten" wie früher autofreie Tage wären ein "Weg zur Besserung", die Ausbildung in klassischen Kulturtechniken ein anderer. (Von Christian Müller/APA)
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1. soll sich der plagiatierer erst mal die mühe machen, englische begriffe ins deutsch zu übersetzen - kopieren/einfügen.
2. kann genauso aus bücher abgeschrieben werden, ohne die quelle anzugeben, wieso also dieses gezielte aufhetzen gegen das web?
3. wird er froh sein, wenn sein buch über google zu finden ist
Das Problem liegt sicher auch darin, dass bereits zu viele ungenau und unkritisch betrachtete professionelle wissenschaftliche Arbeiten und Themen public sind. Dieser Trend ist wegen der leichten Verbreitung über das Internet nicht aufzuhalten. Vielleicht wäre es auch denkbar, Diplomarbeiten in Gruppen zu machen. Mit dem Nachteil, dass dann wenige die meiste Arbeit erledigen. Aber, es würde die Flut an Arbeiten vermindern. Und, die "Schmarotzer" schneiden sich nur ins eigene Fleisch.
Plagiate erkennt jede bessere Software. Nicht nur, dass Plagiatsvorwürfe an andere keine nennenswerte wissenschaftliche Leistung darstellen, liegt der Typ im Bezug auf seine Schlußfolgerungen auch noch föllig falsch. Einerseits ist nicht zu zitieren eine Kulturfrage und nicht auf online Quellen beschränkt.
Das Web ist die treibende Kraft in der Wissenschaft, da Ergebnisse bis zu einem Jahr vor der gedruckten Veröffentlichung im Netz als Drafts abrufbar und auch zitierbar sind.
Wenn es ein google Syndrom gibt, dann bewirkt es einen Geschwindigkeitszuwachs in der Forschung und einen Druck auf wissenschaftliche Verlage, ihre Publikationen schneller als früher üblich zu veröffentlichen.
Danke für's zukünftige Ignorieren dieses Herren.
wenn es ihm "nur" um plagiate gehen würde - wäre es angebracht die betroffenen zu informieren.
aber er zieht menschen und ganze unis in den dreck nur um sein buch zu verkaufen.
dieses buch sollte mal auf plagiatsverdacht hin untersucht werden.
plagiate müssen verhindert werden - aber nicht mit einem brutalen werbefeldzug!
ich denke, das trägt zur Information der Studierenden bei und das ist gut so. Die Uni versagt in diesem Bereich leider.
Auch mir wurde unlängst eine Diplomarbeit vorgelegt, in der ein ganzes Kapitel wörtlich(!) aus einem Buch abgeschreiben wurde. Der Student hatte keinerlei Unrechtsbewusstsein und ist seither beleidigt auf mich (inkl. übler Nachrede) da ich ihm gesagt habe, er muss ganze überarbeiten und soll in 2 Monaten wiederkommen. Seine Kollegen im Studienzweig XYZ hätten das ja alle so gemacht wie er. ...
SO sieht die Realität aus. Und das ist ein Versagen des gesamten Bildungswesens, besonders der Universitäten. Den Rektoren ist die Verkürzung der Studiendauer mit allen Mitteln wichtiger als die Qualität der Lehre.
:-(
"Plagiarism Finder" und Co mögen hier wohl eher helfen als "netzfreie Tage".
Das Problem gab es sicher aber schon im Prä-Googlium. Wer sich ältere Diplomarbeiten ansieht, findet oft welche in denen augenscheinlich 1-2 Werke "zusammengefasst" wurden.
Die vollständige Digitalisierung auch älterer Werke mag die Auffindung solcher "Werke" und damit deren Ächtung sogar fördern.
Vorraussetzung dafür: Motivierte Betreuer, nicht nur diese Tests durchführen sondern die Studenten auch anleiten eigenständig zu arbeiten.
Dazu bräuchts halt ein entsprechndes Betreuer-Stundenten-Verhältnis und eine gewisse Betreuungs-Kultur.
An den unis wird man ja zum abschreiben erzogen. Vorgabe an zitaten die in der arbeit sein müssen. Den studenten wird ja von vornherein jeglicher intellekt abgesprochen, eine eigene meinung zu haben. "Zitiert" muss werden, denn offenbar ist nur der mist wahr den ein andrer esel von sich gegeben hat... Lächerliche debatte... Plagiate kommen wohl auch deshalb so oft vor weil man seinen betreuer nur 2 mal zu gesicht bekommt: Am beginn der dipl arbeit und am ende... gelesen hat er maximal den abstract. Für studentenbetreung wird er ja auch ned bezahlt - die lehre, das ist wie ein stein am füß... dafür zahlen wir brav steuern.
Ganz einfach, ich halt genau _nichts_ von übermäßigem zitieren. Es ist in meinen augen sinnlos. Da kann ich gleich die originalwerke lesen. Wenn ich mir gedanken über ein thema machen soll, dann schreib ich meine eigenen gedanken hin. Dass jeder von uns sein wissen zum großteil wo anders her bezieht ist auch klar. Es gibt so gut wie keinen gedanken der nicht schon von wem andren gedacht wurde. Dh. eine dipl. arbeit artet heutzutage eher in einen kommentar zu xy andren werken aus... das ist meiner meinung nicht sinn der sache. Was ein plagiat ist, ist mir übrigens sehr wohl klar... - und die entstehen eher aus mangel an betreuung bzw. völligem desinteresse des betreuers....
Ich hab in den letzten Semestern immer wieder Quellen im Internet gesucht, bin aber bei google, yahoo und co nie fündig geworden. Geschweige denn, dass es da Inhalte gab, die ich, hätte ich wollen, 1:1 für die Arbeit hätte verwenden können. Aso so leicht, wie Herr Weber da tut ist es auch nicht.
Nachsatz: Stiehlt man von einem, ist es ein Plagiat, stiehlt man von vielen, ist es Forschung ;-)
Ich hoffe nur, dass nie jemand etwas aus meiner Diplomarbeit ins Internet kopiert, weil sonst der Weber kommt und glaubt ich hätte es abgeschrieben, obwohl es umgekehrt war.
Das aufdecken von Plagiaten, sollte ruhig den Unis überlassen werden und nicht irgendwelchen Psychopathen, die offensichtlich ein problem mit Akademikern haben.
vor lauter abscheiben und (wieder-)produzieren haben damals die Äbte auch ziemlichen "scheissssssssss" gedreht...
oh Gott (ohne blasphemie) ich habe abgeschrieben!!!!
Ich werde, wenn der Herr Stefan Weber seine Arbeit "herauslasst" (in digitaler form) diese sofort !!!!! auf plagiate prüfen! und wenn nur ein " und dann" vorkommt, bzw... ein "weil auch" dann werd ich die PETZE schlechthin sein und den Scharlatan/Geldgerd aufklaatschen! ... aber NEIN; das ist nicht mein Stil!
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