Digital Rights Management von Microsofts Zune lässt sich kinderleicht austricksen

24. April 2007, 15:39
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Dateien können auch ungeschützt per WLAN verschickt werden - Media Player lässt sich auch als Massenspeicher verwenden

Über große Verkaufserfolge kann sich Microsofts iPod-Konkurrenz Zune bisher ja nicht gerade beklagen. Wer sich das - bisher allerdings nur in den USA erhältliche - Gerät trotzdem besorgt hat, kann damit aber mehr machen als eigentlich vom Hersteller vorgesehen. Nicht nur, dass der Zune mit ein paar Handgriffen auch als Massenspeicher verwendbar ist, lässt sich auch das Digital Rights Management (DRM) austricksen.

Beschränkend

Das DRM ist eigentlich dazu gedacht, um die Weiterverbreitung von Musik und Videos zwischen den Zune-BenutzerInnen zu beschränken - immerhin besitzt das Gerät eingebauten WLAN-Support mit dem drahtlos Dateien zwischen mehreren Zunes getauscht werden können. Freier Tausch ist aber nicht unbedingt eine Option, die der Hersteller sonderlich gerne sieht, immerhin sollen die KundInnen die Musik ja käuflich erwerben. Deswegen sorgt das DRM dafür, dass getauschte Dateien lediglich dreimal in 3 Tagen abgespielt werden können.

Einfach ausgetrickst

Wie Zunescene demonstriert lässt sich das DRM aber kinderleicht austricksen: Da Microsoft Bilder von der DRM-Hülle ausnimmt, reicht es aus MP3s oder Filme mit der Endung .jpg zu "tarnen". Nachdem sie auf dem anderen Player angelangt sind, müssen sie nur mehr zurück benannt werden und können schon uneingeschränkt weiter genutzt werden.

Massenspeicher

Damit dies möglich ist, benötigt es aber noch einen zweiten Hack, der den Zugriff aus Windows heraus ermöglicht: Denn eigentlich besteht Microsoft darauf, dass der Zune nur über die mitgelieferte Software bespielt werden kann. Ein Massenspeichermodus, bei dem das Gerät wie eine externe Festplatte angesprochen wird und der bei anderen Playern Gang und Gäbe ist, ist hingegen nicht vorgesehen.

Ausgetrickst, Teil 2

Doch auch diese Einschränkung lässt sich leicht umgehen, da Microsoft den entsprechenden "Schutz" lediglich über einen Windows Registry-Eintrag vornimmt. Mit minimalen Änderungen an diesem ist das Gerät ebenfalls als Massenspeicher ansprechbar. (red)

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    foto: zunescene
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