Bericht: Intel will Via zum Ausstieg aus der CPU-Produktion bringen

10. April 2007, 18:18
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Dafür soll im Gegenzug Lizenz zur Chipsatzproduktion für den taiwanesischen Hersteller verlängert werden

Einmal mehr scheinen sich Intel und der taiwanesische Chip-Hersteller Via in die Haare gekommen zu sein: Wie "The Inquirer"in Berufung auf nicht näher ausgeführte Hardware-Hersteller will Intel den Konkurrenten nun zum Ausstieg aus der CPU-Produktion bringen.

Produktion

Im Gegenzug will man Via dafür weiterhin erlauben Chipsätze für die Intel-Prozessoren zu produzieren. Das entsprechende Abkommen im Chipsatz-Bereich soll in Kürze auslaufen.

Zentral

Eine Klage in diesem Bereich würde Via mitten ins Herz treffen, stellt die Chipsatzproduktion doch einen zentralen Bestandteil der Firma dar. Der mit x86-kompatiblen Prozessoren erzielte Umsatz ist dagegen noch relativ gering, auch wenn er in den letzten Jahren deutlich angewachsen ist. So hat man dieses Jahr damit erstmals Gewinne eingefahren.

Vorgeschichte

Intel und Via hatten sich bereits zwischen 2001 und 2003 rund um Patentfragen bekriegt. Nach einer Reihe von Klagen kam es dann schließlich zu einem Kompromiss, der es Via zwar erlaubte eigene CPUs herzustellen, diese dürften allerdings nicht in Intel-Sockel passen. Zusätzlich bekam Via im April 2003 eine auf vier Jahr ausgelegte Lizenz, die dem Unternehmen die weitere Chipsatz-Produktion erlaubt.

Abgelaufen

Diese Abmachung stünde demnach nun kurz vor dem Auslaufen - Intel hat also ein starkes Druckmittel in der Hand. Eine Stellungnahme der beiden Unternehmen liegt derzeit noch nicht vor. (red)

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    Via CPU
    Bei Intel gar nicht gerne gesehen

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