Impfen in der Schwangerschaft

26. Juli 2007, 13:12
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Ärzte: Auch schwangere Frauen sollten sich gegen Grippe impfen lassen - Keine erhöhten Risiken für Fehlbildungen des Kindes, vorzeitige Geburten oder Kaiserschnitte

München - Auch während einer Schwangerschaft können sich Frauen problemlos gegen Grippe impfen lassen, darauf weißen deutsche Ärzte hin. Bei werdenden Müttern, die sich in den Wintermonaten im zweiten oder dritten Schwangerschaftsdrittel befinden, sei eine Immunisierung sogar dringend angeraten, sagte Michael Wojcinski vom deutschen Berufsverband der Frauenärzte.

Die Betroffenen hätten nämlich ein erhöhtes Ansteckungsrisiko. Außerdem verlaufe die Erkrankung in diesen Fällen oftmals schwerer und könne Komplikationen für Mutter und Kind nach sich ziehen.

Bedenken

Doch trotz der positiven Ergebnisse verschiedener Untersuchungen zur Sicherheit und Effektivität von Influenza-Impfungen bei Schwangeren lassen sich nur sehr wenige werdende Mütter immunisieren. "Schuld daran sind oftmals Bedenken, ob die Impfung möglicherweise dem ungeborenen Kind schaden könnte", berichtet Wojcinski.

Es bestünden jedoch keine erhöhten Risiken für Fehlbildungen des Kindes, vorzeitige Geburten oder Kaiserschnitte, und die Häufigkeit und Schwere von Erkrankungen der Atemwege sei bei geimpften Schwangeren geringer als bei ungeimpften. "Die Gefahren durch die Grippe-Erkrankung in der Schwangerschaft sind weitaus größer für die Mutter und das Kind", sagt der Gynäkologe. (APA/AP)

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