Zusatz-Investitionen beschlossen

2. März 2007, 14:13
3 Postings

Gemeinderat bewilligte weitere Mittel - Das Happel-Stadion wird noch umfangreicher für die EM-Endrunde adaptiert

Die Investitionen in die Adaptierung des Ernst-Happel-Stadions für die Fußball-Europameisterschaft 2008 sind am Mittwoch im Wiener Gemeinderat mit den Stimmen von SPÖ, ÖVP und FPÖ beschlossen worden. Die Grünen blieben bei ihrem negativem Votum. Vizebürgermeisterin und Sportstadträtin Grete Laska (S) appellierte unterdessen an die Rathausparteien, Einigkeit zu zeigen.

Adaptierungsarbeiten

Unter anderem werden die Sanitäranlagen und der Gastronomie-Bereich verbessert, ein Zubau zum Medienzentrum sowie VIP-Parkplätze errichtet. Auch der Einbau einer weiteren fixen Sitzreihe ist geplant. Insgesamt werden die Adaptierungskosten somit laut derzeitigem Stand 36.938.000 Euro ausmachen.

Sie sei für alle vorgebrachten Ideen dankbar, versicherte Laska: "Es kann gar nicht genug Information geben." Sie bitte auch um ein gemeinsames Vorgehen, um die Millionenveranstaltung EM zum Erfolg zu führen.

Fandorf

Die ÖVP forderte, das geplante große Fandorf nicht wie angedacht am Rathausplatz zu errichten. "Es gibt nur einen großen Platz in dieser Stadt, der sich anbietet, und das ist der Heldenplatz", zeigte sich Gemeinderat Günter Kenesei überzeugt. Außerdem regte er eine Ausweitung der Ladenöffnungszeiten während der EM an. Diese Maßnahme habe während der Fußball-WM in Deutschland im Sommer zu einem enormen Aufschwung geführt.

Ladenöffnungszeiten

Die verlängerten Ladenöffnungszeiten seien während der WM überhaupt nicht angenommen worden, widersprach SPÖ-Gemeinderat Thomas Reindl. Die Vorarbeiten für die EM liefen in Wien hervorragend und auch der medialen Berichterstattung blickte Reindl mit Vorfreude entgegen: "Wir werden ganz toll profitieren von dieser Übertragung."

Bäume

Die zusätzlichen Investitionen in das Happel-Stadion seien notwendig geworden, weil die UEFA gewisse Richtlinien nach der Fußball-WM geändert habe. Und auch den Protest der Grünen gegen das Fällen der Bäume beim Stadion verstehe er nicht, zumal der Bau ja im Prater und somit in einem Naturreservat mit Millionen von Bäumen stehe.

Grünen-Umweltsprecher Rüdiger Maresch blieb bei seiner Kritik und ortete "klassisch autoritäres Verhalten" im Magistrat, da keinerlei alternative Lösungen zugelassen würden. Man fälle die Bäume an der Ringstraße ja auch nicht wegen Sicherheitsbedenken. (APA)

Share if you care.