Die Macht ist mit Linux

8. Februar 2007, 10:20
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Das offene Betriebssystem ist laut IBM unaufhaltsam - Das habe auch Microsoft erkannt - "It's Linux Time"

Scott Handy, seines Zeichens Vize Präsident der "Worldwide Linux Strategy" bei IBM, äußerte sich gegenüber dem Fachmagazin Linux Watch zum kürzlich beschlossenen Deal zwischen Novell und Microsoft.

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Aus Sicht seines Konzerns begrüßt er das Übereinkommen. IBM habe die Interoperabilität zwischen Linux und Windows schon lange unterstützt und sieht sich als Unterstützer von Open Source und gemeinsamen Standards. Als Mitglied des Open Invention Network, einer Vereinigung, welche die Verfügbarkeit von Patenten für Linux sicherstellt, unterstützt der Computer-Hersteller das offizielle OIN-Statement zur Gänze. Demnach sei es eine willkommene Neuigkeit, dass Microsoft Linux als tragende Kraft in der IT anerkenne. Viele Kunden und Software-Programmierer hätten das offene Betriebssystem als erstklassiges Produkt erkannt, dass sich aufgrund seiner Stärken hinsichtlich Stabilität, Preis/Leistungs-Verhältnis und Performance mit der gesamten Konkurrenz messen kann.

Zugeständnis

Handy geht noch einen Schritt weiter und meint aus dem Deal ein Eingeständnis seitens Microsoft herauslesen zu können, wonach der Softwareriese erkannt habe, dass Linux eine "unaufhaltsame Macht" auf dem Markt darstelle. Dennoch sei ihm und seinem Konzern nicht klar, welche Intention Microsoft in der unlängst inszenierten Patent-Debatte verfolge. IBM hätte nie ein Bedürfnis für einen Patentschutz bei Linux gesehen. Sollte es dennoch rechtliche Ansprüche geben, sollten diese unter den Herstellern und nicht auf der Seite der Konsumenten ausgefochten werden.

"It's Linux Time"

Wie dem auch sei, Handy sieht im zunehmenden Interesse der großen IT-Unternehmen, dass das Wachstum von Linux unaufhaltsam ist und die einzig zentrale Frage die sich stellt, sei: "Wie wächst man mit." Seiner Ansicht nach sei der Entwicklungsverlauf von Linux dem des Internets nicht unähnlich. Hatte man einmal verstanden, dass es sich dabei nicht um etwas Temporäres handelt, hörte man auf es zu bekämpfen und sprang auf den Zug auf. (red)

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