Adobe denkt über Klage gegen Microsoft nach

2. Jänner 2007, 11:21
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Wegen PDF-Support in Office 2007 - Firmenchef will aber zuerst Entscheidung der EU-Kommission abwarten

Kartellrechtliche Bedenken löst nicht nur die kommende Windows-Version "Vista" aus, auch die nächste Generation des Office-Pakets von Microsoft könnte dem Softwarekonzern Ungemach bringen. In einem Interview mit der Zeitung "Euro am Sonntag" schließt Adobe-CEO Bruce Chizen eine entsprechende Klage nicht aus.

Abwarten

Zuerst will man aber einmal die Beurteilung der EU-Kommission abwarten. Entscheidet diese, dass das Verhalten von Microsoft nicht rechtmäßig ist, werde man die entsprechenden Schritte einleiten. Konkret bedeute dies, dass man entweder die Redmonder selbst vor Gericht bringt, oder mit den Aufsichtsbehörden in diesem Punkt zusammenarbeite, so Chizen.

PDF

Streitpunkt ist die PDF-Unterstützung in Microsoft Office 2007. Ursprünglich als fixes Feature geplant, hat sich Microsoft - wohl auch um eine Klage zu verhindern - zwischenzeitlich dazu entschlossen, das Ganze als kostenloses Plug-In anzubieten. Doch auch das reicht Adobe nicht, durch die Auslieferung würde Microsoft seine eigene Marktmacht ausnutzen, um so den Absätzen der eigenen Software - wie dem Acrobat - nachhaltig zu schaden. (red)

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