Liebe wird sichtbar

6. Juli 2000, 16:34

Gehirnscans zeigten tiefe Gefühle

London - Forscher des University College London www.ucl.ac.uk haben erstmals jene Gehirnregionen identifiziert, die mit dem Empfinden wahrer Liebe in Zusammenhang stehen. Diese Ergebnisse könnten in Zukunft zur Entwicklung eines Liebestests führen, der nachweisen kann, ob gezeigte Gefühle echt sind. Unterschiede in den Reaktionen von Frauen und Männern konnten nicht nachgewiesen werden. Zur Überprüfung der TeilnehmerInnen wurde ein Lügendetektor eingesetzt.

Das Team führte zwei Reihen von Gehirnscans bei 17 männlichen und weiblichen Freiwilligen durch. Während des ersten Scans wurde den TeilnehmerInnen ein Foto ihres Partners/der Partnerin gezeigt, den sie nach eigenen Angaben liebten. Beim zweiten Scan wurde das Foto eines Freundes gleichen Geschlechts wie des Partners gezeigt.

Der Wissenschaftler Andreas Bartels erklärt, dass das Ansehen der Bilder des Partners/der Partnerin in zwei bestimmten Gehirnregionen Reaktionen auslöste, die beim Foto des Freundes nicht nachgewiesen werden konnten. Betroffen waren die "Medial Isula" und das "Anterior Cingulate", die mit tiefen Gefühlen und Euphorie in Zusammenhang gebracht werden. (pte)

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