Wien-Innsbruck wird geprüft

16. Jänner 2007, 13:55
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Die Billig-Airline Skyeurope will in Österreich mit Inlandsflügen Geschäfte machen

Bratislava/Innsbruck - "Wenn eine Fluglinie Slots, also Zeitfenster für eine Landung bei uns beantragt, so bedeutet das noch nicht, dass diese Verbindung auch zustande kommt", erläutert der Innsbrucker Flughafendirektor Reinhold Falch den jüngsten Aufruhr in der Tiroler Luftfahrt. Hintergrund: Die slowakische Billigfluglinie Skyeurope prüft zwei tägliche Verbindungen von Wien nach Innsbruck. Damit würde Skyeurope täglich mit gesamt 600 Sitzplätzen eine der lukrativsten Stammstrecken der AUA-Tochter Tyrolean Airways, welche auf dieser Route bis zu 150.000 Passagiere pro Jahr generiert, unter Druck setzen. Auch würde damit erstmals eine Low-Cost-Airline regelmäßige Inlandsflüge in Österreich anbieten. Weiterer Effekt: Die Tarife der ÖBB gerieten unter Druck.

50-zu-50-Chance

Wie der Standard erfuhr, haben die Gespräche zwischen Skyeurope und dem Flughafen Wien bereits stattgefunden, um bis zu drei Boeing 737 in Österreich zu stationieren und Zielorte in West- und Osteuropa anzufliegen. "Ich schätze die Chancen, dass Skyeurope in Wien beginnt, mit 50 zu 50 ein", sagte ein führender Mitarbeiter des Flughafens.

Skyeurope ist nicht die erste Fluglinie, die versucht, zwischen Wien und Innsbruck ein Geschäft zu machen. Die Tiroler Fluglinie Air Alps scheiterte vor Jahren an der Stärke der Tyrolean, Air Berlin überlegte nur kurz einen Einstieg.

Manfred Helldoppler, Tyrolean-Geschäftsführer, zeigt sich unbeeindruckt: "Wir fliegen ja nicht gegen jemanden, sondern für unsere Passagiere sechsmal täglich von Innsbruck nach Wien. Es steht einem Konzern nicht zu, zu argumentieren, was andere tun." (Kurt Hofmann, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 20.11.2006)

  • Geprüft werden täglich zwei Verbindungen auf der Strecke Wien-Innsbruck.
    foto: skyeurope

    Geprüft werden täglich zwei Verbindungen auf der Strecke Wien-Innsbruck.

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