Best of Schnaps: Die Sieger

6. September 2007, 13:51
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Die Mitglieder derStandard.at-Jury wählten in der Wiener Hofburg unter 50 Top-Schnäpsen ihre persönlichen Sieger-Brände

Als Ergebnis der „Best of Schnaps“-Präsentation in der Wiener Hofburg können sich mehr als ein Dutzend Brennereien über eine Sieger-Urkunde freuen.

Hochprozentige Veranstaltung

Der Ort war voll mit Kunst und also gut gewählt. Die Messe für Kunst und Antiquitäten war ein logischer und sehr passender Rahmen für die fruchtigen Essenzen, die in flüssiger Form den Jury-Mitgliedern angeboten wurden. Sich durch 50 Schnäpse zu kosten ist für ungeübte Verkoster zwar etwas hart, aber aufgeteilt auf zwei Seminartage war die hochprozentige Veranstaltung dann doch ganz gut zu bewältigen. Überdies hatte die Jury auch insofern eine angenehme Aufgabe, als die teils harte Vorselection bereits erledigt war.

Rares Vergnügen

Zur Verkostung gelangten also nur noch Schnäpse, die von den Profi-Testern Hermann Botolen und Vene Maier im Laufe des Jahres mit vier oder fünf Sternen bedacht wurden. Die Jury sollte sich also mit einem gewissen Vergnügen durch die weite Welt der Obstbrände kosten können, und nicht mehr die Spreu vom Weizen trennen müssen. Am Ende dieser beiden Tage sah man dann auch ausschließlich fröhliche Gesichter, solche Schnäpse zu verkosten war für alle Beteiligten ein rares Vergnügen.

Ausschließlich Fachleute

In der Jury saßen – jetzt mal ganz unbescheiden gesagt – ausschließlich Fachleute. Junge und engagierte Sommeliers aus Top-Gastro-Betrieben einerseits und „alte Hasen“ aus der Kunst-, der Kulinarik- und Gastroszene andererseits. Wobei wir den Begriff „alte Hasen“ gleich relativieren müssen, schließlich waren auch etliche Frauen in der Jury, die aber durch die fachliche Kenntnis dieser Materie eben auch unter diesen Begriff fallen. Siehe: Ansichtssache.

Äpfel, Birnen, Beeren

Gewertet wurde im 20-Punkte-System und in 21 Kategorien. Weil es bekanntlich ziemlich schwer ist, Äpfel mit Birnen zu vergleichen, ergibt das also auch ebensoviele Sieger. Aber wenn man wiederum sieht, wieviel Schnaps von etlichen hundert gewerblichen Brennereien hergestellt wird, ist das schon wieder gar nicht soviel. Die genauen Ergebnisse finden Sie hier: Die Siegerbrände.

Das große Dutzend

Was in der Liste der Siegerbrände nicht zu finden ist, wir aber den derStandard.at-Lesern nicht vorenthalten wollen, ist jenes Dutzend grosser Schnäpse, die von den Juroren/innen am höchsten bewertet wurden. Nennen wir diese halt einfach die Sieger-Schnäpse:

1. Himbeere, Jahrgang 2003, mit stolzen 52 % Alkohol, von der Brennerei Rochelt in Fritzens/Tirol;

2. Wetterleuchten, Jahrgang 2005, vielschichtige 43,8 %vol, Cuvée aus Äpfel, Birnen und Himbeeren, von der Brennerei Wetter in Siegmundsherberg/NÖ;

3. Schlehenbrand, Jahrgang 2005, mit marzipanigen 41 %vol, von der Brennerei Krenn aus Yspertal/NÖ;

4. Rote Williams, Jahrgang 2005, mit weichen 40 %vol, von der Destillerie Schosser in Buchkirchen/OÖ;

5. Himbeere Jahrgang 2004, fruchtige 41,3 %vol, aus der Brennerei Reisetbauer in Thening/OÖ;

6. Zwetschke, Jahrgang 2003, markante 44 %vol, von der Brennerei Schmutzer, Winzendorf/NÖ;

7. Quitte 2004, robuste 45 %vol, Brennerei Holzapfel, Joching/NÖ;

8. Hagebutte 2005, herbe 40 %vol, Destillerie Schosser, Buchkirchen;

9. Marillenbrand 2005, saftige 42 %vol, Brennerei Krenn, Yspertal;

10. Vogelbeere 2000, wilde 52 %vol, Brennerei Rochelt, Fritzens;

11. Williamsbirne 2004, fleischige 45 %vol, Brennerei Holzapfel, Joching;

12. Weichselbrand 2006, frische 41 %vol, Brennerei Turmhof, Hadersdorf am Kamp.

(Vene Maier)

  • Artikelbild
    foto: jutta andrej
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