Sprechen Sie mit mir oder mit ihrem Palm?

6. Juli 2000, 13:41

Spracherkennung soll Stift und Handy-Tastatur ablösen

"Entschuldigen Sie - Sprechen Sie mit mir oder mit Ihrem Palm?" könnte demnächst öfters zu hören sein. Geht es nach Plänen der Führer in Spracherkennungs-Entwicklung, IBM und Lernout & Hauspie, könnten PDAs und Handys bereits nächstes Jahr mit Spracherkennung zu bedienen sein.

Beide Firmen zeigten Geräte in Palm-Größe, die Sprache in Text umwandeln, sprachgesteuert sind und Antworten mit einer Computer-Stimme geben können. Solche Geräte sollen in Zukunft auch mit drahtlosen Netzen verbunden werden.

"Ist mein Flug pünktlich?"

Die Vision ist dabei, dass man seinem Organizer Fragen stellen kann wie "Ist mein Flug nach New York pünktlich?" Das Geräte würde dann die entsprechenden Daten übers Netzwerk abrufen und mit Sprachausgabe antworten.

"Stift und Telefontastatur sind schwerfällige User-Interfaces", meint Gaston Bastiaens, Präsident von L&H. "Der Punkt ist, die Sprache zum Interface für jedes Service und jede Anwendung zu machen."

Spracherkennungs-Aufsatz für Palm

IBM hat ein Gerät entwickelt, das als Aufsatz für Organizer von Palm bzw. IBMs baugleiche WorkPads dient (der WebStandard berichtete). Das Gerät hat einen 133 MHz-Prozessor und eigenen Speicher für die Sprachverarbeitung. Mit Lautsprecher und Mikrophon ausgestattet, basiert es auf die vom PC bekannte ViaVoice Technologie.

Ein derzeitiger Prototyp speichert auf 4 MB Flash Speicher 30 Minuten Audio. Beim Synchronisieren mit dem PC werden die Töne dann von IBMs ViaVoice in Text umgewandelt und das Resultat wieder in den Handheld geladen. IBM-Sprecher betonen aber, dass es bald bessere Geräte geben wird, die das im Gerät selbst erledigen. Es wird davon abhängen wofür man es verwenden will und wie viel man auszugeben bereit ist. (ars)

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