Kleinere Skigebiete sind günstiger

16. Jänner 2007, 12:00
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VKI-Umfrage: Tirol und Kärnten sind bei Bestpreis-Angeboten vorne. Unterschiedliche Familien-Staffelungen zwingen zu genauem Rechnen

Wien - Skiurlaub bleibt für Familien ein teurer Spaß, trotz der angebotenen Paketpreise und Familien-Ermäßigungen. Eine 4-köpfige Familie muss auch in kleineren heimischen Skiregionen für sechs Tage zwischen 216,50 und 508,80 Euro berappen. Der Preisunterschied erkläre sich nicht immer nur über die Anzahl der Pistenkilometer, geht aus einer aktuellen Umfrage des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) hervor. Im Vergleich mit den "großen" Skizentren sei dies aber immer noch moderat. Dort nämlich legt eine Familie im Schnitt 631 Euro für eine knappe Woche ab.

Oberösterreich

Das teuerste der kleineren Skisportregionen, die "Freeride Arena Krippenstein" nahe dem oberösterreichischen Obertraun, kann zwar mit einem relativ stolzen Package-Preis für Familien von über 508 Euro für sechs Tage aufwarten, dafür aber mit einer elf Kilometer langen Abfahrt mit 1.500 Metern Höhendifferenz. Daneben existieren 30 Kilometer Abfahrten abseits der Piste. Der Preis für ein Tagesticket kostet 29,20 Euro, Ermäßigungen für Jugendliche am Wochenende gibt es keine.

Tirol

Der preisliche Spitzenreiter auf der unteren Skala ist das Tiroler Skigebiet Glungezer. Auf 23 Pistenkilometern findet eine Familie, bestehend aus zwei Erwachsenen und zwei Kindern im Alter von 9 und 16 Jahren mit 216,50 Euro ihr Auskommen - zumindest für das reine Skivergnügen. Die Liftstation der Glungezerbahn ist nur einen knappen halben Kilometer vom Ort Tulfes entfernt, was auch den fehlenden Gratis-Skibus erklärt. Die Erwachsenen-Tageskarte liegt bei 21 Euro, Jugendliche zahlen Samstags und Sonntags 17 Euro.

Kärnten

Die Kärntner Weinebene kann neben dem kostengünstigen Familienpaketpreis von rund 265 Euro für sechs Tage auch mit der billigsten 6-Tage-Liftkarte für Erwachsene aufwarten (83 Euro). Die Tageskarte für Erwachsene kostet 24 Euro. Das Skigebiet offeriert auf 25 Pistenkilometern ein breites Angebot. Von der Rennstrecke bis zur Buckel-, Carvingpiste und Rodelbahn ist alles vorhanden. Nachteilig seien die 20 Kilometer Entfernung zum Ortsgebiet St. Gertraud, da es keine Ski-Shuttles gebe, so der VKI.

Steiermark, Tirol und Vorarlberg

In der Steiermark punktet das Skigebiet Stubalm-Gaberl mit einem moderat kleinen Preis. Für gut 12 Pistenkilometer zahlt eine Familie für ihren 6-Tage-Pass 294,50 Euro. Relativ teuer sind das Tiroler Kühtai (484 Euro) und das Vorarlberger Brandnertal (490 Euro) für Familien zu haben. Dafür bieten die kleinen westlichen Skisportregionen rund 37 bzw. 53 Kilometer pures Pistenvergnügen.

Salzburg und Niederösterreich

Die Salzburger Skigebiete wie Gaissau-Hintersee oder Loferer Alm liegen im VKI-Vergleich der kleineren und mittleren Skigebiete zwischen 333 und knapp unter 400 Euro für ein 6-Tage-Familien-Ticket. In Niederösterreich sind der Unterberg sowie die Region Königsberg mit jeweils 330 Euro für Familien am preisgünstigsten. Die Tageskarten für Erwachsene variieren aber zwischen 19,50 und 22 Euro.

Für die speziellen Familienermäßigungen müssen die Liftkarten für alle Familienmitglieder auf einmal gekauft werden. Die Zusammengehörigkeit muss amtlich, sprich durch einen Familienpass oder via Ausweise oder durch einen Meldezettel belegt werden. Eine Regelung, die laut VKI in so gut wie allen Skigebieten Österreichs gilt.

Die Konsumentenschützer raten zu genauem Preisvergleich bei den Familien-Vergünstigungen: In manchen Skigebieten gebe es Freifahrten ab einer bestimmten Anzahl von Kindern, in einigen prozentuelle Ermäßigungen für alle Familienmitglieder, in anderen Regionen wird mit Familien-Paketpreisen gearbeitet. Oder aber es werden ermäßigte Tageskarten gewährt, dieses gelte aber nicht für Mehrtages-Tickets. (APA)

  • Genau zu rechnen macht sich für Familien im Skiurlaub bezahlt.
    foto: glungezer bahn

    Genau zu rechnen macht sich für Familien im Skiurlaub bezahlt.

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