Promotion - entgeltliche Einschaltung

Neue Chancen durch "Bologna"

16. November 2006, 13:28
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Der "Bologna-Prozess" an den Hochschulen hat Auswirkungen auf das praktische Personalmanagement

Der sogenannte "Bologna-Prozess" betrifft nicht nur die Unis - er hinterlässt auch seine Spuren in den Personalabteilungen der Unternehmen.

Die Richtlinien des Bologna-Prozesses wurden 1999 von 29 Bildungsministern mit dem Ziel beschlossen, einen einheitlichen europäischen Hochschulraum zu etablieren. Heute werden die bereits in mehr als 40 Ländern angewendet.

Der Prozess schuf Standards, um Studienabschlüsse in den einzelnen Ländern qualifizierbar zu machen und die Mobilität der Studierenden zu fördern.

Klassische Karrierewege

Zu den wesentlichen Zielen zählte, die Studienzyklen in allen Ländern in zwei bzw. drei Abschnitte zu teilen (Bachelor, Master, PhD). Für jede Abschlussstufe ergibt sich ein klassischer Karriereinstieg: So werden Bachelors wohl eher als Trainees in ein Unternehmen eintreten denn als Abteilungsleiter. Absolventen mit einem Master-Abschluss an der TU Wien sind - nach einer Phase der Einführung in die Praxis - für Führungspositionen qualifiziert. Und nach einem abgeschlossenen Doktoratsstudium liegt eine Tätigkeit in der wissenschaftlichen Forschung nahe.

Personalmanagern stellt der Bologna-Prozess einige Aufgaben - er eröffnet ihnen aber auch Chancen. Studierende mit einem Bachelorabschluss können etwa gezielt für Praktika angeworben werden. Wird den Praktikanten eine spätere Bindung ans Unternehmen in Aussicht gestellt, lassen sich so fruchtbare Synergieeffekte erzielen: Die Spezialisierungen während des Masterstudiums lassen sich gemeinsam an den Bedarf des Unternehmens anpassen. Das reduziert die Suchkosten der Zukunft - fürs Unternehmen und für den Absolventen.

Das Bologna-System bietet auch die Chance, eine Masterausbildung als berufsbegleitende Weiterbildung zu sehen. Der Bachelor wird so als Generalist eingestellt und beginnt erst nach einigen Berufsjahren die Ausbildung zum Master - und damit zur potenziellen Führungskraft.

  • Der Bachelortitel ist nur der Anfang - einer spannenden Karriere oder einer weiteren Ausbildung

    Der Bachelortitel ist nur der Anfang - einer spannenden Karriere oder einer weiteren Ausbildung

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