Google Earth ermöglicht Zeitreise

22. November 2006, 12:53
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Integrierte historische Weltkarten, über die bestehenden Satellitenbilder gelegt, ermöglichen Blick in die Vergangenheit

Mountain View - Mit einer neuen Zeitreise-Funktion sorgt Google Earth seit Montag wieder einmal für Staunen. Ermöglicht wird der Blick in die Vergangenheit durch die Integration von historischem Kartenmaterial, das über die bestehenden Satellitenbilder gelegt werden kann. Neben einer Reihe von globalen Weltkarten lassen sich auch aktuelle Aufnahmen einiger Großstädte mit erhaltenem historischem Material vergleichen. Der Großteil der wertvollen Kartendaten stammt aus dem Fundus von David Rumsey und umfasst Material, das bis ins 17. Jahrhundert zurückreicht.

"Unvergessliches Erlebnis"

Im offiziellen Google-Blog zeigt sich der emsige Kartensammler von der neuen Funktion begeistert: "In den vergangenen 25 Jahren gab es beim Aufbau meiner 150.000 Karten großen Sammlung eine Reihe von großartigen Momenten. Als ich aber heute Morgen 16 dieser Karten in Google Earth gesehen habe und diese mithilfe des Transparentreglers mit dem gegenwärtigen Satellitenmaterial vergleichen konnte, war dies ein unvergessliches Erlebnis." Bereits in der Vergangenheit war Rumsey an diversen Online-Projekten beteiligt, um Teile seiner Sammlung digitalisiert und interaktiv einer breiteren Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.

Deutsche Anwender müssen sich nicht lange gedulden

Unklarheit herrscht derzeit noch über die lokale Verfügbarkeit des historischen Kartenmaterials. Während einige Nachrichtenportale davon berichten, dass die Zusatzfunktion derzeit nur über die englischen Spracheinstellungen abgerufen werden kann, hat Google-Sprecher Stefan Keuchel versichert, dass das neue Kartenmaterial bereits in Kürze auch deutschen Anwendern zur Verfügung stehen soll. (Ende)

  • Der Großteil der wertvollen Kartendaten stammt aus dem Fundus von David Rumsey und umfasst Material, das bis ins 17. Jahrhundert zurückreicht.
    foto: google earth

    Der Großteil der wertvollen Kartendaten stammt aus dem Fundus von David Rumsey und umfasst Material, das bis ins 17. Jahrhundert zurückreicht.

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